Homosexualität

Es hat doch was mit dem Hormonhaushalt zu tun, oder? Ein Hormonhaushalt kann sich wie alles auch ändern, auch wenn nur über Tabletten.
Meines Wissens gibt es genau keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Hormonhaushalt und sexueller Präferenz. Es gibt derartige Faktoren, die wirken aber bereits auf den Fötus im Mutterleib und lassen sich später nicht mehr ändern. Man weiß aber nicht wirklich, wie die sexuelle Präferenz eines Menschen zustande kommt und egal wie es ist, die verpeilten Vollidioten, die eigentlich nur mal den Ar... voll verdient hätten, anstatt sie vor öffentliche Mikros und Kameras zu lassen, kann man eh nicht überzeugen. Solange man das "wie" nicht kennt, behaupten die weiter, dass Homosexuelle einen Dachschaden hätten, den man mit Therapie lösen müsse und wenn man es mal wissen sollte und auch rein physiologische Faktoren bekannt sind, kommt wahrscheinlich der Wunsch nach entsprechender Pränatal-Diagnostik dazu... :(

Man hört öfters, dann verheiratete Männer ihre Frauen verlassen weil sie ihre neue Vorliebe und Sexualität erkannt haben. Und sie haben ihre Frau geliebt, sonst hätten sie doch nicht geheiratet?
Ich kenne aus dem persönlichen Bekanntenkreis vier Beispiele von Männern, die oberflächlich betrachtet ihre sexuelle Präferenz gewechselt haben. Zwei haben sich nach vielen Jahren Ehe und Kindern getrennt und geoutet und ich vermute stark, dass beide weniger aus Liebe als aus sozialen Zwängen geheiratet haben. Die anderen beiden waren in meinem Abi-Jahrgang und die Sorte Stecher, die alles Weibliche besteigen, was nicht bei drei auf dem Baum ist... Als die sich geoutet haben (der eine war Türke und wäre beinahe von seinem Vater verstoßen worden) wars praktisch sofort vorbei mit dem ätzenden, aufgesetzten Gehabe und der Umgang war um einiges angenehmer. Es wäre wohl ein bisschen zuviel, wenn ich behaupten würde, dass die alle bessere Menschen geworden wären, aber auf jeden Fall ist ein gewaltiger Leidensdruck von ihnen abgefallen und sie wurden zufriedener mit sich und der Welt. Sie ruhen mehr in sich selbst, wie man das so nennt...

Man kann sich im Laufe des Lebens nunmal schlagartig verändern. Ein Homo- oder Heterosexueller kann umschlagen{...}
Ja, ein solches Beispiel kenn ich auch von einer Frau, die leicht zurückgeblieben ist (also physiologisch und deshalb auch entwicklungspsychologisch, das wurde von einem Arzt attestiert) und an einer psychischen Störung leidet und von daher wahrscheinlich unfähig ist (das ist jetzt meine Schlussfolgerung), tatsächlich ihre sexuelle Präferenz "heraus" zu entwickeln. Ich nehme irgendwie mal an, dass sowas eher die Ausnahme ist...
 
Dem Druck der Gesellschaft sind nicht nur Homosexuelle ausgesetzt, siehe Oli und ich. Ein Unterschied von 40 cm und 5 Jahren.

Ich wollte eigentlich nix anderes sagen, als dass es sehr unrealistisch ist, dass eine 50prozentige Wahrscheinlichkeit besteht, sich in jemand gleichgeschlechtlichen zu verlieben. Ich glaube du müsstest zuerst lesen, warum ich soetwas schreibe, denn wir reden sonst aneinander vorbei.
 
Meines Wissens gibt es genau keinen nachweisbaren Zusammenhang zwischen Hormonhaushalt und sexueller Präferenz.

Woher dann in der Pubertät diese sexuelle Unsicherheit bei so vielen, wenn nicht duch Hormone?
 
@GaudiRodney: An Deinen guten Absichten hege ich nicht den geringsten Zweifel (wie auch nicht an denen von Stolloss oder von der Überzahl Diskutierenden hier). Das möchte ich ausdrücklich betonen. Ich halte Dich bestimmt nicht für homophob und habe das auch nicht durch die Blume oder durch sonst ein Gewächs Dir an den Kopf werfen wollen. Wenn es so klang, tut es mir leid, dann habe ich mich mal wieder zu verschwurbelt ausgedrückt. Zudem finde ich den Vorwurf ungeheuerlich genug, daß ich ihn bestimmt nicht so leichtfertig verwenden würde.

Das betreffende Zitat hast Du ja selbst markiert - was ich damit ausdrücken wollte, hat Felina mal wieder in weitaus klarerer und besser formulierter Manier ausgedrückt. Es gibt eben genug Menschen, die meinen, man könne die sexuelle Orientierung nach Belieben "umpolen", der Betreffende müsse nur wollen. Diese Meinung ist wissenschaftlich längst ad acta gelegt (übrigens genauso wie die Freudschen Ansichten von allgemeiner Bisexualität), trotzdem spukt sie, wie man sehen kann, immer noch in den Köpfen einer Menge Leute herum. Wie Felina schon schrieb, machen sich das Organisationen wie zB die der Ex-Gay-Bewegung zunutze, oftmals zum Schaden der Betroffenen.

Ich kann überhaupt nicht verstehen warum ihr überhaupt diese Diskussion angefangen habt, mit dem "Seitenwechsel". Lasst doch einfach die Menschen lieben wen sie wollen egal ob Mann oder Frau. Jeder weiß für sich am besten, ob Mann oder Frau anziehend(er) oder abstoßend(er) ist.
Da könnten wir nicht besser einer Meinung sein. :)

Wenn ich WEIß dass ich lesbisch bin, komme ich doch nicht erst mit einem Mann zusammen, verliebe mich, verlobe mich, verheirate mich und "mache" mit ihm Kinder! Man kann immer irgendwo ein "Stopp" einbauen. Das ist doch ein jahrelanger Prozess.
Kann man immer ein Stopp einbauen? Du kennst nie die Lebensumstände der einzelnen Leute und der gesellschaftliche Druck, der auf ihnen lastet. Was macht zB das Kind streng religiöser Eltern? Oder Eltern, die sich generell sehr abfällig über Homosexualität äußern. Oder jemand, der in einem kleinen Dorf auf dem Land aufwächst? Eine lesbische Freundin von mir leitet eine Coming Out-Gruppe für Frauen in einer deutschen Großstadt. Und da sitzen überwiegend Frauen drin, die tatsächlich bereits eine Ehe hinter sich haben und Kinder geboren haben. Anderes Beispiel: Eine Freundin von ihr stammt aus Persien und musste wegen ihrem Coming Out mit ihrer kompletten Familie brechen, die sie nun seit einigen Jahren nicht mehr gesehen hat und zu der sie keinen Kontakt aufnehmen darf.
Vielleicht hat man ja das Glück und absolut tolerante Eltern und Freunde, aber das ist bestimmt nicht der Regelfall.
Was ich damit sagen wollte: Ein Coming Out kostet immer viel Kraft, es kostet oft Freundschaften, die Liebe der Eltern und Geschwister, das gesellschaftliche Ansehen; und nicht jeder kann diese Kraft sofort aufbringen und Stopp! sagen.

Liebe Grüße zurück
 
Zuletzt bearbeitet:
Dem Druck der Gesellschaft sind nicht nur Homosexuelle ausgesetzt, siehe Oli und ich. Ein Unterschied von 40 cm und 5 Jahren.
Sorry, aber das kann man nicht wirklich miteinander vergleichen... Was hat bitte die Körpergröße mit dem Druck der Gesellschaft zu tun? Und in ein paar Jahren wird es keinen mehr interessieren, ob dein Freund 5 Jahre älter ist. Das ist doch totaler Humbug! Du kannst nicht von der Schule auf die Gesellschaft schließen.
 
@TBF
Wie erklärt man dann bitte Diskriminierung? Ich glaube der Spaß hört bei dem Wort "Kinder******" oder "Stand*******" auf. Wo die Liebe hinfällt. Bei manchen aufs gleiche Geschlecht, bei manchen auf eine große Altersdifferenz. Beide haben eins gemeinsam: mehr oder weniger Gesellschaftsdruck.
Der Unterschied: Ich wachse und werde älter. Homosexuelle bleiben gleichgeschlechtlich. Also streite ich nicht ab, dass der gesellschaftliche Druck bei Homosexuellen höher ist.

Ich finde das weder Humbug noch Quatsch. Beleidigungen sind eine Form von Diskriminierungen, bei den einen hörts eben irgendwann auf, bei den anderen nicht.

Ich weiß am besten wie am Anfang über unsere Beziehung getratscht wurde und was wir uns anhören mussten. Du brauchst uns nicht zu sagen, dass das Quatsch ist, du hast soetwas nie erlebt.

aus www.wikipedia.de
Wissenschaft und Homosexualität

Bei der wissenschaftlichen Betrachtung der Homosexualität (beispielsweise unter biologischen, evolutionären oder psychologischen Aspekten) ging es häufig immer um einen ähnlichen Fragenkomplex. Nach moderner Sichtweise erscheinen allerdings viele dieser Fragestellungen als diskriminierend:
  • Können besondere Faktoren ausgemacht werden, die zu Homosexualität beim Menschen führen?
  • Ist die Homosexualität bei allen homosexuellen Menschen, oder bei einem Teil, durch angeborene Faktoren bedingt?
  • Ist sie bei allen Homosexuellen oder bei einem Teil durch erworbene Faktoren bedingt?
  • Ist Homosexualität als Gesamterscheinung, oder aber bei einzelnen Homosexuellen als abnorm oder krankhaft einzustufen? Das würde auch bedeuten, dass eine Heilung - sofern möglich - sinnvoll wäre.
  • Kann Homosexualität auch das Ergebnis einer freien Willensentscheidung sein?
Welche Faktoren beim Einzelnen zu Homosexualität führen, lässt sich nicht sicher sagen; es werden zwar immer wieder körperliche oder psychische Faktoren entdeckt, diese ließen sich jedoch bisher in keinem Fall empirisch belegen.
Zum einen wird behauptet, dass die sexuelle Orientierung schon vor der Geburt angelegt ist. Eine andere Behauptung ist, dass sich Homosexualität erst durch gewisse Identifikationsprozesse in der frühen Kindheit oder auch besondere Abläufe in der Pubertätsphase oder auch später ausprägen würde. Außerdem werden Mischtheorien vertreten, die besagen, dass eine Kombination von beidem vorläge.
Der wissenschaftliche Streit über die Ursachen ist sehr alt. Solange jedes homosexuelle Verhalten strafbar war, waren die Argumentationen in diesem Streit oft von dem Bestreben geleitet, entweder die "Unausweichlichkeit" homosexuellen Verhaltens zu belegen und damit die Forderung nach dessen Straflosigkeit zu begründen oder aber es als freie Entscheidung für "moralischen Verfall" zu kennzeichnen, dem mit Bestrafung entgegengewirkt werden müsse.
Schaut, wenn wir das im Simforum klären könnten, wärn wir oberste Spitze, aber ich glaube das Können wir nicht und deswegen rate ich, dass wir mit dem Thema "Seitenwechsel" abschließen, bevor es außer Rand und Band gerät ;)
 
Woher dann in der Pubertät diese sexuelle Unsicherheit bei so vielen, wenn nicht duch Hormone?
Erstmal halte ich das "viele" durchaus für fraglich. Und warum sollte sich das nur in der Pubertät auswirken, im späteren Leben aber nicht mehr? Werden Hetero-Frauen plötzlich lesbisch, wenn sie ihren Eisprung haben, oder umgekehrt?
Tatsächlich gehen mit der Umstellung des Hormonhaushalts in der Adoleszenz auch tiefgreifende körperliche und soziale Veränderungen einher, die ausreichen, um jede pubertäre Unsicherheit plausibel zu erklären. Da muss man nicht auf so Unfug wie die Länge des Ringfingers im Vergleich zum Zeigefinger zurückgreifen...
 
Ich habe nie behauptet, mehr Druck ausgesetzt zu sein als Homosexuelle.

Dann möchte ich dich aber mal wirklichen Druck ausgesetzt sehen.
Du brauchst micht deswegen nicht gleich persönlich anzugreifen. Natürlich haben mich auch Mitschüler gemobbt und denkst du, irgendwer in meiner Familie hat mich ernst genommen geschweige denn war begeistert? Es tut mir leid, wenn es dir schlecht ging/geht. Und auch wenn es dir um vieles schlechter geht als mir. Doch mein damaliges Problem als klein abzustempeln, das lasse ich nicht zu.

Man hakt doch auch nicht einfach so den Tod eines Menschen ab, nur weil es auf der Welt Krieg gibt.
 
Ich habe nie behauptet, dass du es einfacher gehabt hättest.
 
Jetzt sag ich hier auch mal was dazu... Ich denke, was Gaudy sagen wollte, ist dass sie weiß wie es ist, wenn man nicht in das Schema der typischen Gesellschaft passt. Wenn andere über einen tratschen und man nicht akzeptiert wird, obwohl man doch nur einen Menschen liebt, aber andere die Beziehung unter gewissen Umständen nicht tolerieren.

Ihr ist klar, dass das irgendwann vorbei sein wird bei ihr, aber sie kann momentan durchaus einschätzen, wie es ist, wenn man von der Gesellschaft in eine Schublade gesteckt wird.
 
Ihr ward aber auch zu Zweit, ein Homosexueller ist allein.
Unter Umständen ist das so, aber Homosexuelle haben meistens auch Freunde, die sexuell genauso ausgerichtet sind und im Idealfall einen Partner, mit dem sie den Druck zusammen durchstehen.
 
{...}ich hatte ein ziemlich tolerantes Umfeld, dass aber unterschwellig immer schwulenfeindlich war.
Ich finde es im negativen Sinne erstaunlich, wie verbreitet das immer noch ist. Jedesmal, wenn ich aus dem weiteren Bekanntenkreis Stories von Leuten höre, die zwar ganz bestimmt nichts gegen Homosexuelle haben, ABER (die Benutung dieses Wortes, sollte bestimmten Personen untersagt werden) das solche Leute doch bitte keine öffentlichen Ämter usw. bekleiden dürften, weil sie ja so ein schlechtes Vorbild für die Kinder wären, wird mir ganz anders. Selbst enge Freunde von mir, die ich gut kenne und bei denen ich vorher keine Spur von Homophobie feststellen konnte, finden das eklig, wenn sich Schwule in der Öffentlichkeit küssen. Keine Ahnung, was daran eklig sein soll, solange es nicht zu einer Mandeluntersuchung ausartet und dann ist es mir egal, welches Geschlecht die Darsteller haben...
 
Ich finde es im negativen Sinne erstaunlich, wie verbreitet das immer noch ist. Jedesmal, wenn ich aus dem weiteren Bekanntenkreis Stories von Leuten höre, die zwar ganz bestimmt nichts gegen Homosexuelle haben, ABER (die Benutung dieses Wortes, sollte bestimmten Personen untersagt werden) das solche Leute doch bitte keine öffentlichen Ämter usw. bekleiden dürften, weil sie ja so ein schlechtes Vorbild für die Kinder wären, wird mir ganz anders. Selbst enge Freunde von mir, die ich gut kenne und bei denen ich vorher keine Spur von Homophobie feststellen konnte, finden das eklig, wenn sich Schwule in der Öffentlichkeit küssen. Keine Ahnung, was daran eklig sein soll, solange es nicht zu einer Mandeluntersuchung ausartet und dann ist es mir egal, welches Geschlecht die Darsteller haben...
Ja das sehe ich genauso... das mit den öffentlichen Ämtern hab ich auch schon öfters gehört... Am schlimmsten ist das im Fußball mit dem einzigen bekannten Fall Justin Fashanu gewesen, der sich ja erhängt hat, weil er unter dem Druck zusammen gebrochen ist
 
@stella

Das mit Freunden und Partner siehst du aber sehr optimistisch. Um solche Freunde zu finden, muss man ja in der Regel erstmal zu seiner Orientierung stehen und um einen Freund zu finden sogar relativ offensiv damit umgehen.
Das ist wahr und es ist ja meistens im Teenageralter, wo ein Junge oder Mädchen seine sexuelle Richtung irgendwann "herausfindet". Aber ich denke heutzutage ist es da schon ein wenig einfacher als damals. Es gibt in jeder größeren Stadt Stammtische oder Gruppen für Homo- oder Bisexuelle und außerdem auch Internetcommunities oder z.B. hier in Hamburg ein bestimmtes Stadtteil, wo die Homoszene vermehrt unterwegs ist;) Natürlich ist es kein leichter Weg und schwer den Schritt auf jemand anderen zuzumachen, aber ich kenne selber welche, die es hingekriegt haben und inzwischen zu ihrer Sexualität stehen.
 
Also ich bleibe bei meiner 50/50-Freudschen Veranlagungstheorie und werde vorerst auch keinen Zentimeter abweichen!

Aber ich hab das mit der primären und sekundären Sozilaisation hinzugefügt.

Mit dem 50/50 ging es mir ja nur darum zu sagen dass "es" jeder in sich hat...

Ansonsten ist es wie mit sehr vielen anderen Geschichten, nämlich verschiedene Fakten gehören dazu da müsste man jetzt die Entwiklungspsychologie mit dazu nehmen und man würde feststellen dass das Ganze (also Homo, Hetero und Bi-Sei) ein Ergebnis der Komnbination von Millieutheorie, Nativismus, Behaviorismus und noch ein viertes was mir grade net einfällt... oder kurz und bündig ausgedrückt... alles ist ein Zusammenspiel aus Veranlagung, Erziehung, Erleben und und und...

Achja und Konditionieren kommt auch noch dazu, klassisches, operantes....

Aber wie gesagt so isses in allen möglichen Bereichen, z.B.: Sprache!

Wir haben die Veranlagung Sprache zu erlernen, aber wenn das net gefördert wird - zum Beispiel durch beschissene Sprachvorbilder... dann wird auch nix draus, nur da gibt es ja Therapiemöglichkeiten *g*

Noch ein Anekdötchen dazu:

Der Alte Fritz wollte eine Studie durchführen. er wollte beweisen, dass Säuglinge automatisch die Sprache des Herrn Jesus christ erlernen, wenn sie zuvor nie eine andere Sprache gehört/erlernt haben (Hebräisch übrigens).

Er ließ 20 Jungen "einsperren". Sie wurden gewickelt, gebadet, von ammen gestillt und es fehlte ihnen an nix. Nur sprachlich bekamen sie keine Zuwendung, das war ja untersagt... was denkt Ihr was geschehen ist?
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Alle 20 Kinder starben innerhalb kurzer zeit, wegen Deprivation!

Vielleicht lässt sich das ja analog übertragen?

Ach und noch was *ist vielleichtbisschenoff-topic* Habe noch nie erlebt oder gehört, dass ein Homosexueller Bisexualität anerkennt, immer heisst es - Man sei unschlüssig, traue sich net recht zum Schwulsein zu stehen oder sonstwas... das mal nur so am Rande, fiel mir eben ein *g*
 
Also ich bleibe bei meiner 50/50-Freudschen Veranlagungstheorie und werde vorerst auch keinen Zentimeter abweichen!
Sorry, aber das klingt jetzt auch erst mal eher ideologisch, als rational fundiert.

Mit dem 50/50 ging es mir ja nur darum zu sagen dass "es" jeder in sich hat...
Man weiß es einfach nicht (und könnte sich trefflich darüber streiten, ob man es überhaupt wissen will) und wenn Du schon selbst zugibst, dass Veranlagung auch eine Rolle spielt, dann bleiben einfach keine echten Anhaltspunkte dafür, dass es jeder in sich hätte.
 
Hier mal ein paar Stellen über Freud's Theorien, bevor ich die aber hier reinsetze möchte ich unterstreichen, dass dies alles theorien sind... d.h. keiner von uns wird dies oder das Gegenteil beweisen können... das ist ja das schöne an Thesen und Theorien...entweder ist man dagegen und versucht sie zu widerlegen oder aber man verficht sie... und ich schliesse mich eben Freud an, auch wenn ich weiß, dass sehr viele seiner Thesen mittlerweile wissenschaftlich widerlegt werden konnten (vor allem im Bereich der Psychoanlayse) - aber diese Bi-Theorie eben net *ggg*


Freud ging noch ein Stück weiter, wenn er annahm, daß alle Menschen mit bisexuellen Neigungen geboren würden und von der großen Rätselhaftigkeit der biologischen Tatsache der Zweiheit der Geschlechter sprach. Er spürte aber, daß dieses Problem nicht durch die Psychoanalyse gelöst werden könne, obwohl diese im Seelenleben der Menschen viele Reaktionen von dem, was er "diese große Antithese" der Geschlechter nannte, aufdeckte. Belege für die Universalität der Bisexualität lassen sich jedenfalls auf der organischen wie auf der psychischen Ebene finden. Im Hinblick auf die erstere schrieb Freud in seinen "Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie":
"Ein gewisser Grad von anatomischem Hermaphroditismus gehört nämlich der Norm an; bei keinem normal gebildeten männlichen oder weiblichen Individuum werden die Spuren vom Apparat des anderen Geschlechts vermißt." Auch bei der Entwicklung seiner Libidotheorie hat das Konzept der Bisexualität eine wichtige Rolle gespielt. Bereits in einem Brief an Fließ hatte er geschrieben: "Ich gewöhne mich auch, jeden sexuellen Akt als einen Vorgang zwischen vier Personen aufzufassen." Dies erinnert zwangsläufig an die androgyne indische Göttlichkeit Shiva mit ihren vier Armen. Die zwei Geschlechter existieren in Shiva wie in jedem von uns. Die Welt ist zweigeschlechtlich, eine neue Entdeckung des Abendlandes, in Indien jedoch ein seit Jahrtausenden wesentliches Konzept. Freud stellte fest, daß die sexuelle Konstitution eines Menschen sich aus der ursprünglichen Bisexualität herausbildet und die normalen Sexualäußerungen sich nicht verstehen ließen, ohne der Bisexualität Rechnung zu tragen. Unsere Libido schwankt lebenslang zwischen dem männlichen und dem weiblichen Objekt.

Sigmund Freud stellte die These auf, dass im Grunde jeder Mensch bisexuell sei. Gesellschaftliche Zwänge und Tabus führten aber häufig zur Verdrängung des homosexuellen Anteils ins Unbewusste.

Der letzte Absatz ist Wikipedia entnommen...dort stehen auch noch prominente Bi-Leute... und darunter INGE MEISSEL - wer hätt's gedacht...
 
Der letzte Absatz ist Wikipedia entnommen...dort stehen auch noch prominente Bi-Leute... und darunter INGE MEISSEL - wer hätt's gedacht...
Da stehen noch ein paar mehr Leute von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie was mit dem anderen Geschlecht anfangen könnten. ;)

Zum Freud möchte ich allerdings noch bemerken, dass selbiger ein völlig anderes, sehr viel weitreichenderes Verständnis von Sexualität hatte...

Ansonsten klinke ich mich hier jetzt wohl wieder aus, im Grunde spammt die ganze Diskussion nur den Thread voll.
 
@Stolloss: Also wie das "Interesse an Homosexualität" geweckt werden soll, musst Du mir schon erklären können.
Nein, das muss ich nicht.

Außerdem rede ich nicht von einem "Interesse an Homosexualität" (das klingt nebenbei nach einem wissenschaftlichen Interesse), ich rede von Sexualität an sich.

Ein Mensch der sein Leben lang durch seine Eltern und Verwandten, durch Bücher und Zeitschriften, durch Filme, Fernsehen, Werbung und Lieder fast immer - und bis vor wenigen Jahren ausschließlich - heterosexuelle Lebensweisen vorgeführt bekommt, soll plötzlich aus heiterem Himmel ein solches Interesse entwickeln?
Ja. Ich würde es sogar nicht auschließen, dass ausschließlich Heterosexuelle Lebensweisen ausschließlich Homosexuelle Lebensweisen fördern.

Sexuelle Orientierung ist nun einmal keine Alternative in dem Sinne, daß man sie wie Unterwäsche wechseln kann, sondern ein sehr tiefgehendes romantisch-emotional-sexuelles Empfinden, das man entweder fühlt oder eben nicht.
Ich habe nicht gesagt, dass man es so leicht wie Unterwäsche wechseln kann. Aber du sagst es doch selbst, wenn das Gefühl da ist, ist es da. Wieso soll sich das nicht auch ändern können?
 
Hmmm, hab jetzt nicht alles gelesen, aber, dass Sexualität „Erziehungssache“ ist, ist – meiner Meinung nach – Schwachsinn. Dazu gibt es z. B. das traurige Beispiel des Bruce / David Reimer: (auch wenn es hier gleich um das gesamte Geschlecht geht)

http://de.wikipedia.org/wiki/David_Reimer

Wenn man aus welchen Gründen auch immer seine eigene Sexualität unterdrückt oder nicht auslebt, dann ist das was anderes; aber niemand wird durch Erziehung homo- oder heterosexuell.
 
Stollos verstehe ich eher so, dass man nicht ausschließen kann, dass z.B.ein Mensch, der bisher ausschließlich glücklich heterosexuell geliebt und gelebt hat, irgendwann plötzlich mal homosexuell fühlt.
Eine Garantie kann niemand abgeben, man kann nur von Vergangenheit und Gegenwart ausgehen.

Das dies sein kann und durchaus möglich ist, bedeutet aber nicht, dass man irgendetwas erzwingen kann, denn es gibt genauso Menschen, die ihr ganzes Leben lang nur in eine Richtung empfunden haben.
Natürlich kann sich von selbst etwas ändern, aber man kann nicht selbst beliebig daran herumwursten.
 
@ Felina: Schön, dass nicht jeder quasi sofort in den Verteidigungsmodus wechselt, nur weil man ein relativ heikles Thema anschneidet. :)

Nach deiner Logik kann man sich ja in jeden Menschen verlieben, wenn man nur will... komisch, dass das nicht klappt.
Konnt darauf an, was du damit meinst. Nicht alles was man meint zu wollen will man wirklich.
 
Ach, der werte Herr hat in seiner unglaublich glaubwürdigen öffentlichen Stellungsname dazu doch schon bekundet, dass im "Homosexuelle am Arsch vorbeigingen".
"...solange Grenzen nicht überschritten werden und irgendwelche Kinderpornografie oder Kinder pädophil sind..." Alta. :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Also manchmal sind die vielen Vorurteile, die man den deutschen Hip-Hop Künstlern unter und um das Label "Aggro Berlin" zur Last legt, nicht von ungefähr...:rolleyes:
Alleine seine Argumentation ist doch lächerlich. Ich meine, wenn er nichts gegen Homosexuelle hat, oder wie er sagt, dass sie "ihm am Arsch vorbeigehen", warum dreht er dann erst so ein Video?
Das Argument er wollte nicht, dass es veröffentlicht wird ist doch angesichts dem was er mit "Der Kralle" (Hab den Namen jetzt aus dem Gedächtnis, also bitte korrigieren wenn ich falsch liege) produziert hat, absolut enkräftet.

Und um dem ganzen nochmal die Krone aufzusetzen gibt es noch Werbung für sein neues Album am Ende des Clips...Sorry, aber da hört es endgültig auf...

Immerhin hat er sich entschuldigt, ist ja heute nicht immer selbstverständlich...:rolleyes:
 
Manche Idioten sagen der is Schwul oder Lesbisch.Ich würde da einafch nicht hinhören.Weil Schwule/Lesben können wunder bewirken.Jetzt nicht Böse gemeint is aber wahr.Letzten Monat haben sich in meiner Klasse sich über dicke Leute lustig gemacht.Dann hab ich gesagt:"Dicke Menschen sind wie wir und sie könne wunder bewirken und danach haben sie sich nicht mehr darüber gelacht.
 
Das Argument er wollte nicht, dass es veröffentlicht wird ist doch angesichts dem was er mit "Der Kralle" (Hab den Namen jetzt aus dem Gedächtnis, also bitte korrigieren wenn ich falsch liege) produziert hat, absolut enkräftet.

Das Beste ist ja, dass der Song vor allem von Kralle auf diversen Webseiten und deren myspace Profil "Suppe inna Puppe" (:rolleyes:) groß angekündigt wurde.
Aber G-Hot behauptet ja weiterhin, es seien die bösen Heinzelmännchen gewesen, die den Track veröffentlicht hätten.
Bloß Schade, dass der Songtex selbst so strunzdoof und lächerlich ist; kann man sich noch nichtmal ordentlich darüber aufregen. :cool: Ganz groß, Alda, ganz groß. :p


Jetzt nicht Böse gemeint is aber wahr.Letzten Monat haben sich in meiner Klasse sich über dicke Leute lustig gemacht.Dann hab ich gesagt:"Dicke Menschen sind wie wir und sie könne wunder bewirken und danach haben sie sich nicht mehr darüber gelacht.

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Und dann wundert man sich über die Vorurteile gegenüber Hippos?

Naja, Idioten sterben nie aus, nur ist es besorgniserregend, dass viele kleine Marionetten da draußen sich genau diesen Heini zum Vorbild nehmen. Aber naja, wer das macht dem ist ohnehin nicht mehr zu helfen... Wie kann jemand mit dem IQ von Tapetenkleister so berühmt werden und sich auch noch Musiker nennen?

Alda... bumm tsch bumm tsch yea yea <- Ich kann Hip Hop, wheee xD
 
wird das wort "schwul" als beschimpfung eigentlich wirklich auf die sexualität bezogen, bzw. wissen diese 12 jährigen kinder wass es bedeutet? öO
 
wird das wort "schwul" als beschimpfung eigentlich wirklich auf die sexualität bezogen, bzw. wissen diese 12 jährigen kinder wass es bedeutet? öO

Ich weiß was es bedeutet. :) Aber das als Schimpfwort zu verwenden ist wirklich unreif und ziemlich gemein, finde ich. :ohoh: Na ja, ich würde sagen es ist die Verhaltensweise.

Jeder hat doch das Recht zu leben und zu lieben wie er will. :naja:
 
Nunja, es gab ja mal den Thread "Wann ist für euch ein Junge schwul". Da reicht es ja schon, wenn man rosafarbende Socken trägt und man wird als schwul angesehen. Also kann ich mir durchaus vorstellen, dass die meisten wohl nicht wirklich wissen, was dahinter steckt. Und wenn ich dann manchmal von Mädels höre/lese "ich bin schwul, weil ich auf Jungs stehe", müssten sich doch alle Biologen der Welt im Grab herumdrehen...
 
Sorry, Micha, aber das hab ich jetzt nichts verstanden?
Ein Mädchen sagt: "Ich bin schwul, weil ich auf Jungs stehe."
Ist das korrekt? Na ja, wenn ein Mädchen sowas denkt, dann.. ähhh... :D
 
Ja genau, ein Mädchen äußerte, dass sie schwul sei, weil sie auf Jungs stehen würde. Solchen Leuten würde ich gerne ein Bio-Buch gegen den Kopf werfen...
 
Ich glaube kaum, dass die Mädchen sich für Jungs halten, also würde ich eher ein Deutschbuch empfehlen... ;)
 
Ich empfinde das Wort "schul" icht als Beleidigung, schliesslich bin ich's ja und kann nix dafür und schäme mich deswegen auch nicht. Ich mein, ich sag den Heten auch nicht "Wäh, geht weg, ihr seid alle hetero!" Die würden wohl alle einen Lachanfall kriegen, da sie das Wort nicht als beleidigend empfinden. Mich stört es nur, wenn jemand das Wort "schwul" benutzt, um auszudrücken, dass ihnen was nicht gefällt.
 
Ich hasse es, wenn irgendwelche kleinen Hopserkinder (sorry, die sind es nunmal meistens) irgendwo dumm rumstehen und jeden anmachen, der vorbeikommt "Ey, bissu schwul oder so?"
Ich empfinde das Wort zwar auf keinen Fall als Beleidigung, aber sie nutzen es als eine und das finde ich einfach abartig. Ich habe ein paar schwule Freunde & sie sind einfach die besten Freunde, die sich Mädels wünschen können. Sie verstehen die Mädels irgendwie besser. :) Und nicht jeder muss dieses typische "Schwul-sein" Schema erfüllen, ich habe einen Kumpel, der sieht total "unschwul" aus & auf den stehen einige Mädels, bevor sie herausbekommen, dass er schwul ist *g*.
Ich finde es immer toll, wenn ich ein schwules Pärchen in der Öffentlichkeit sehe. Ich freue mich dann immer für die beiden, dass sie keinen Scham/Angst (die sie nicht haben sollen müssen!) haben.

Ich glaube, Lio stimmt mir zu, wenn ich sage, dass schwule einfach ganz tolle Personen sind ;)
 
dass schwule einfach ganz tolle Personen sind ;)

Aber genauso wenig, wie alle Heteros ganz tolle Personen sind, kann man sagen, dass alle Schwule ganz tolle Personen sind. Egal, welche Neigung die Menschen haben, es werden immer "gute" und "weniger gute" Leute geben. Das kann man einfach nicht verallgemeinern.
 
Ich find Homos nicht schlimm...sind doch Menschen wie wir. Ich finde, wenn man jemanden liebt, dann ist es egal, welchem Geschlecht die Person und man selbst angehört...ich meine, man kann sowas ja nicht auf Knopfdruck bestimmen.
Das manche sich so dagegen sträuben, liegt wohl einfach daran, dass die Anzahl der Hetero-Pärchen eben überwiegt. Das ist "normal" und alles andere, was aus der Reihe springt, eben nicht. Sowas ist Quatsch. :rolleyes:
Wobei ich sagen muss, wenn ich jetzt 2 öffentlich knutschen sehen würde oder so, fänd ichs vielleicht nicht soo angenehm, aber es stört auch nicht.
 
Dass Schwule generell bessere Menschen sind, kann man genauso wenig sagen, wie dass Heteros alle toll sind, denn es gibt immer solche und solche. Aber der besagte Kumpel ist auch ein lieber netter Mensch. Im Bezug auf ihn bestätigt sich dieses Klischee zumindest schon mal;)

Da hast du natürlich Recht ;) - aber bei den Schwulen, die ich kenne, ist es so.
 
Ich find Homos nicht schlimm...sind doch Menschen wie wir. Ich finde, wenn man jemanden liebt, dann ist es egal, welchem Geschlecht die Person und man selbst angehört...ich meine, man kann sowas ja nicht auf Knopfdruck bestimmen.
Das manche sich so dagegen sträuben, liegt wohl einfach daran, dass die Anzahl der Hetero-Pärchen eben überwiegt. Das ist "normal" und alles andere, was aus der Reihe springt, eben nicht. Sowas ist Quatsch. :rolleyes:
Wobei ich sagen muss, wenn ich jetzt 2 öffentlich knutschen sehen würde oder so, fänd ichs vielleicht nicht soo angenehm, aber es stört auch nicht.
Besonders wenn diese Personen im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen ist das sehr kompliziert. Es gibt da z.B. den Fall Justin Fashanu, der aufgrund von Druck nach seinem Outing Selbstmord begangen hat- auf den ich immer wieder hinweise!- es gibt Sir Elton John, der sogar eine Frau geheiratet hat um seine Homosexualität zu vertuschen.
Das kommt nämlich oft vor, dass Menschen, die sich eigentlich zum anderen Geschlecht hingezogen fühlen jemanden mit dem anderen Geschlecht heiraten und sogar Kinder bekommen...
 
Und er benutzt nicht übermäßig viele Gesichtscremes und macht auch keine Maniküre, wie es uns das Fernsehen manchmal verkaufen will.
Wobei das auch Heteros machen.

Was mich mal interessiert, warum Schwule generell mehr Aufsehen/Empörung als Lesben erregen?
 
Zuletzt bearbeitet:
weil es die gesellschaft als "normal" ansieht, dass sich mal zwei weibliche personen "busys" <oma.enkeltochte, mutter-tochter,freundinnen usw> geben als zwei männliche...
find ich einfach nur idiotisch....

wollow muss ich auch recht geben, denn viele heteros benutzen creme,abdeckstift oder Kajal
 
Ich denke das hat was mit archaischen Ansichten zu tun. Männer sollten früher die Gemeinschaft gegen äußere Feinde verteidigen bzw. Respekt von anderen Stämmen durch männliches Verhalten ernten. Wenn nun aber die Männer sich lieber Bussis geben, sehen einige neanderthalerhaft denkende Mitbürger die Existenz unseres Stammes gefährdet. :(
 

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