Fotostory Herz aus Eis

Sie, die keine Berührungen leiden konnte, die nicht von ihr ausgingen, ließ sich ausgerechnet von Robin trösten und im Arm halten wie ein kleines Kind. Darüber hinaus hatte sie schon wieder so viel von sich preisgegeben, worüber sie noch mit niemandem gesprochen hatte. Es war einfach nur unsagbar peinlich. Und zu allem Überfluss hatte sie vollkommen vergessen, ihn nach seiner Motivation zu fragen und war jetzt genauso schlau wie vorher auch.

Da merkt man gleich wie Robin sie beeinflusst und sie sich bei ihm wohl fühlt, aber das hat sie anscheinend noch nicht bemerkt. Ich denke das es ihr auf jedenfall gut tut, nichtmehr so oft alleine zu sein!

Hier war überall Anna und lud die Atmosphäre mit ihrer immer guten Laune auf, die selbst durch die Bilder zu spüren war.
Verena hat den Tod wirklich noch nicht verkraftet und man kann heraus lesen, wie sehr sie ihr fehlt.
Ich würde mich ja nicht in einem Zimmer, voller Fotos meiner verstorbenen Schwester wohlfühlen, da ist es doch klar, dass verena nicht so leicht aus dem Strudel von Trauer, Enttäuschung und Vorwürfen heraus kommt!
- "Tja, die Guten sterben halt immer jung", sagte eine andere Stimme schnippisch. Saskia, ihre ältere Cousine.
- "Ja, und dabei hatte die so einen geilen Verlobten. Hey Sassi, vielleicht sollten wir mal hingehen und unser Beileid aussprechen? Der war doch echt süß, oder?" Sabrina, die jüngere der Beiden.
- Im schlimmsten Fall müssen wir sie mit zu uns nehmen, wenn die sich nicht allein um sich kümmern kann.
- Die Anna war ja voll okay, aber Verena war schon immer so komisch. Und jetzt redet die noch nicht mal."
- Warum musste Anna sterben? Jetzt haben wir Verena an der Backe…"


Also auf so eine Familie kann man ja wirklich verzichten.
Haben die schonmal was von Mitgefühl, Einfühlungsvermögen oder wenigstens Anstand gehört?
Arme Verena, das ist ja schon Folter!

Sind ihre Familienmitglieder wirklich so kalt und herzlos?! Okay, diese Cousinen sind ja jung, aber wo bleibt den da das Familiengefühl. Also wirklich, ohne Worte :mad:


Vielleicht war es besser, diesen Keim an Freundschaft zu zerstören, bevor er erblühte, und sie noch verzweifelter sein würde, wenn alles vorbei war.
ich glaube das wäre der größte Fehler, den Verena jetzt machen kann! Das würde ihr noch mehr zusetzen, Robin zu verlieren auch wenn die beiden nicht gerade eine innige Freundschaft verbindet...
Au weiha, ich hoffe, Verena überlegt sich das nochmal sehr gründlich!



So, ich hoffe, euch hat es gefallen :)
Das ist jetz aber keine ernst gemeinte Frage oder? :D



Hach wieder echt toll, ich liebe deinen Schreibstil!
Hat man etwa meinen hang zum zitieren bemerkt? :lol:

Lg mali
 
Mein Gott, es kommt mir so weit weg vor, seit ich das letzte Mal Kommis beantwortet habe :lol:. Aber ihr seid echt toll. Schön, dass ihr HaE nicht vergessen habt. Klingt das jetzt komisch? Seht es mir einfach nach, ich bin eigentlich noch hundemüde, hatte heute nacht aber extreme Probleme zu schlafen und bin eben aufgestanden, nachdem ich eine Stunde lang wach gelegen habe (trotz Müdigkeit). Voll ätzend...

@Zahlencödchen: Find ich ja cool, dass du sofort wieder in der Geschichte drin warst. Ich selbst hatte damit ja etwas Probleme, wenn ich ehrlich sein soll ;). Aber eigentlich ist dieses Kapitel ja auch recht unabhängig. Was evtl. zu etwas Verwirrung hätte führen können, war natürlich der Teil, der an das letzte Kapitel anknüpft, von wegen dass auch Robin sich ein wenig Schuldgefühle macht. Es wäre wirklich zu hoffen, dass Verena jetzt ein bisschen mehr wie Anna wird, oder zumindest mal etwas realistischer über ihre Situation nachdenkt. Aber ich glaube, bis dahin wird es noch ein weiter Weg sein. Und auch wenn sie es sich jetzt vornimmt, manche Verhaltensweisen sind halt doch zu tief verwurzelt, schätze ich. Aber wir werden sehen. Mit WdLi komme ich gut voran, also wird es hier wohl auch nicht zuuu lange dauern, bis es weiter geht :)

@Manderinchen: Ahh, okay. Hab es sofort geändert. Ich hab mich schon gewundert, als ich hier jemanden mit dem Nick "Manderinchen" rumgeistern sehen hab, weil der Nick ja nun doch eher selten ist (wenn auch sehr süß :D) und ich es lustig fand, dass es jetzt zwei Manderinen hier im Forum gibt. Ja, so ein Gespräch mit anhören zu müssen ist echt nicht schön. Vor allem, wenn man bedenkt, dass Verena sich ja sowieso schon immer alles zu Herzen nimmt und wenig Selbstbewusstsein hat. Dass sie aber auch immer alles ungefiltert annehmen muss... Aber so ist Verena halt ;)

@Simscully(AX): Hey, dich hab ich ja auch lange nicht mehr gelesen :) (ist jetzt kein Vorwurf und auch keine Aufforderung, Kommis zu schreiben, sondern nur ein Ausdruck von Freude, dass ich dich mal wieder lese *g*). Was ist eigentlich mit deiner FS, machst du die noch weiter? Es freut mich, dass dir das Kapitel gefallen hat und ich offensichtlich nicht nachgelassen habe, was den Schreibstil etc. angeht. Da war ich ehrlich gesagt schon etwas besorgt und die ersten Sätze nach der langen Pause klangen auch etwas... unschön :D. Zum Glück kann man sowas ja wieder löschen ;). Dass Verena das Gespräch mit anhören musste, ist gerade in der Situation und bei ihrem Charakter natürlich Gift pur. Allein, dass sie immer wieder davon träumt, zeigt ja, dass sie es auch noch nicht wirklich verarbeitet hat. Aber da sie ja zum Ende des Kapitels zu einem ganz guten Schluss gekommen ist, besteht ja noch Hoffnung, auch wenn sie sich natürlich nicht von heute auf morgen ändern kann

@Rosegirl: *gg* Und ich freue mich riesig, dass du auch weiter von der Party bist und deine süßen Kommentare abgibst :D Ne, abbrechen werde ich wohl keine meiner Storys. Bei WdLi würde das eh keinen Sinn machen, weil ich nur noch zwei Kapitelchen schreiben muss, yeah. Irgendwie ein sehr gutes Gefühl. Okay, für danach hab ich auch schon wieder eine FS in den Startlöchern, aber das ist halt wieder kuonatypische Beklopptheit. Ich weiß, dass zwei FS sauviel Arbeit sind, aber lassen kann ich es dann doch nicht. Zum Glück sind die Kapitellängen hier ja ganz anders als bei WdLi, von daher wird es wohl nicht ganz so schlimm (hoffentlich *g*)

Verena ist wirklich ein etwas bescheuerter Charakter, zumindest in dem Fall ;). Sie nimmt sich das wirklich zu sehr zu Herzen und es ist eine dumme Marotte, ständig alles ungefiltert anzunehmen, was andere Leute ihr sagen. Wobei, stimmt nicht. Eigentlich nimmt sie nur die negativen Dinge zu 100% an, wenn jemand ihr sagt, dass er sie mag und was er an ihr mag, dann glaubt sie es ja meistens nicht. Aber so ist sie halt und da ist so ein Gespräch von ihren Verwandten natürlich tödlich.
Und Anna war für Verena wirklich alles. Man liest es in diesem Kapitel nur ein bisschen raus, aber es ist ja kein Geheimnis, deswegen hier nochmal deutlich: Die Mutter starb, als Verena drei Jahre alt war und der Vater starb, als sie 16 Jahre alt war. Anna war zum Zeitpunkt des Todes des Vaters gerade mal 18 Jahre alt. Die Tante hat zwar die Vormundschaft und das Sorgerecht für Verena übernommen, aber Anna hat sie davon überzeugt, dass sie für Verena sorgen kann. Die Tante hatte also quasi das Sorgerecht nur auf dem Papier und die Schwestern haben fast vier Jahre ganz allein gelebt. Durch den frühen Tod der Mutter hat sich Verena eben auch ganz auf Anna als ihre Mutterfigur fixiert. Sie hatten wirklich eher ein Mutter-Tochter-Verhältnis als ein geschwisterliches.
Mal gucken, vielleicht kommt das im Laufe der Geschichte nochmal deutlicher raus irgendwann ;).
Auf jeden Fall freut es mich, dass dir auch das neue Kapitel wieder gefallen hat *knutsch*

@Innad: Hallo meine Liebe :D. Ja, wie gesagt. Ich hatte auch ein paar Probleme, mich wieder in die Geschichte einzufinden. Vor allem der erste Textabschnitt ist nicht leicht zu verstehen, wenn man nicht mehr so genau weiß, was im vorherigen Kapitel passiert ist. Aber sonst ist das Kapitel ja ein recht eigenständiges geworden, das nicht allzu sehr auf die vorherigen Kapitel zurückgreift und der Geschichte nur etwas mehr Futter gibt. Von daher hoffe ich mal, dass sich die Verwirrung dann im Laufe des Kapitels gelegt hat. Wenn noch Fragen bestehen, kannst du ja schreien ;)
Ja, ich fand diese Gespräche auch furchtbar (vielleicht war das auch ein Grund, warum ich mich so lange um dieses Kapitel gedrückt habe). Und das "Nicht-bemerkbar-machen-können" ist einer meiner ganz großen Albträume! Man muss hier allerdings sehen, dass sich da Verenas Erinnerung etwas mit ihren Ängsten und Träumen mischt. Ich habe da etwas aus meinen eigenen Träumen abgekupfert, denn manchmal träume ich, dass ich zwar bei Bewusstsein bin, aber nicht sehen kann oder nicht sprechen kann. Sowas spielt hier bei Verena in ihre Erinnerung mit rein. Es ist unrealistisch, dass sie zwar alles mitbekommen konnte, sich aufgrund des Schlafmittels aber wirklich gar nicht bemerkbar machen konnte. Wahrscheinlicher ist, dass sie damals aufgewacht ist, aber wie gelähmt war und sich schlicht nicht getraut hat, einen Mucks von sich zu geben, was ja ab einem gewissen Punkt des Gesprächs auch verständlich ist, wenn man ihren Charakter bedenkt.
Jaaaa, Robin wird uns schon noch ein ganzes Stück lang begleiten. Es wird zwar nicht leicht werden, aber Verena befindet sich ja eigentlich schon auf einem guten Weg. Sie können beide sehr stolz auf sich und den anderen sein. Aber ihr kennt mich ja, da tauchen schon noch genug Steine auf ihrem Weg auf, harhar =)
Und zu den Bildern... Ihr wisst ja nicht, wie sie aussehen sollten :lol:. Ne, im Ernst. In der Hauptsache beziehe ich mich damit auf das letzte Bild, das gaaanz anders werden sollte vom Motiv her. Ich hab das aber nicht gebacken bekommen und hatte nach 20 Minuten Herumprobiererei dann auch keinen Nerv mehr drauf. Voller Trotz hab ich mich vor dieses Foto von Anna bewegt und das fotografiert, hochgeladen und eingestellt. Mittlerweile muss ich sagen, dass das eine gute Wahl war. Gerade dieses Foto ist eigentlich ideal, um das auszudrücken, was ich sagen wollte: Anna siegessicheres Lächeln und das Victory-Zeichen sagen doch irgendwie "Gut gemacht!" zu Verena, oder? Irgendwie kann man dieses Bild als eine Bestätigung für Verena sehen, dass Anna ihre Entscheidung gutheißt - oder so ^^.

@Alexisgirl: Wow, gerade mal eine Stunde :eek:? Nicht schlecht. Jetzt brennen dir bestimmt die Augen *g*. Aber es freut und ehrt mich natürlich riesig, dass dir die Story so gut gefällt und dass sie dich so gefesselt hat. Schön finde ich auch, dass hier ja doch noch mal neue Leser hinzu kommen, das hat man als Schreiberling natürlich gern ;). Öhm, irgendwie hört sich das doof an, aber wie gesagt, schieb es auf meine Müdigkeit... Ich sitze jetzt auch schon wieder seit 4:46 Uhr an der Kommentarbeantwortung und jetzt ist es 5:24 Uhr. Ich glaube, ich bin eine lahme Ente *seufz*.
Dein Lob zu den Sichtweisen freut mich übrigens ganz besonders, weil ich es nämlich auch nicht mag, wenn ein Sichtwechsel angekündigt wird. Generell finde ich so "Regieanweisungen" in einem Text nicht schön und versuche das immer zu vermeiden. Deswegen freut es mich natürlich, wenn jemandem meine Art das zu umgehen und zu schreiben, gefällt :)

@nachtstern: Hang zum Zitieren? Wo denn? :p *g* Doch, hat man gemerkt. Ein kleines bisschen ;)
Hehe, ja, Verena weiß es noch nicht (oder zumindest nicht bewusst), aber Robin nimmt einen großen Teil in ihrem Leben ein. Sie mag ihn, vertraut ihm und verlässt sich auf ihn, auch wenn sie das alles abstreiten würde, wenn man sie darauf anspräche. Aber wenn man mal genau nachliest, dann hat Robin es schon immer geschafft, ihr für sie untypische Verhaltensweisen zu entlocken. Schon bevor der Unfall geschehen ist, hat sie auf eine für Verena ungewöhnliche Art auf ihn reagiert. Obwohl sie eigentlich schüchtern und still ist, war sie ihm gegenüber zickig, schlagfertig und ist richtig aus sich herausgegangen. Es ist ihr gar nicht so aufgefallen, aber auf Robin hat sie seit jeher anders reagiert als auf andere Menschen :rolleyes:
Den Tod von Anna hat sie wirklich noch nicht verkraftet. Es ist aber ein bisschen auch ihre Schuld, weil sie sich ja auch gegen die Aufarbeitung sperrt. Gerade die Bilder, dieser "Schrein" in ihrem Schlafzimmer, tun ihr eigentlich nicht gut. Man sieht daran, dass sie noch nicht in der Lage ist, wirklich eigene und unabhängige Entscheidungen zu treffen, noch nicht einmal, was ihre Gefühle angeht. Wenn sie sich schlecht und schuldig fühlt, dann holt sie sich von dem einen Bild, auf dem Anna nicht lächelt, die Bestätigung dafür. Und wenn es ihr etwas besser geht und sie eine positive Entscheidung getroffen hat (so wie in diesem Kapitel), dann sucht sie auch wieder die Bestätigung in einem der Bilder Annas. Im Grunde genommen ist sie jetzt unsicherer und unselbständiger als je zuvor. Aber ich denke, sie befindet sich trotzdem auf einem guten Weg, denn immerhin versucht sie jetzt einmal, nicht immer alles zu kontrollieren. Das hat ja schon ihre Psychologin zu meckern gehabt :lol:.
Ob die Familie wirklich so herzlos ist, ist schwer zu sagen. Wie man dem Gespräch entnehmen kann, hielt die Tante nicht gerade viel von dem Vater von Anna und Verena. Die Mutter ist sehr früh verstorben und wenn man das bedenkt, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sie sich kaum gesehen haben. Dafür spricht auch, dass die Tante es Anna überlassen hat, sich um Verena zu kümmern (das habe ich in meiner Antwort an Rosegirl etwas näher erklärt). Sie sind halt wirklich einfache Menschen und noch dazu haben sie keine besonders enge Beziehung zu Anna und Verena gehabt, haben sich kaum gesehen und wenig miteinander zu tun gehabt. Trotzdem sollte man solche Dinge nicht sagen, egal ob man den Menschen gut oder schlecht kennt. Aber es muss ja auch Figuren geben, die doof handeln und mit denen der Leser (und auch ich als Autorin *g*) gar nicht einverstanden ist.
Wenn Verena Robin jetzt gehen lassen würde, weiß ich echt nicht, was aus ihr werden würde. Ganz ehrlich, auch wenn ich die Geschichte ja steuere. Wenn ich mir ihren Charakter so ansehe, wüsste ich wirklich nicht, ob sie einfach irgendwann unbemerkt in ihrer Wohnung sterben würde, oder ob sie sich rechtzeitig auf ihre innere Stärke (denn die hat sie, auch wenn sie gerade vielleicht unter Trauer, Selbsthass und Zweifeln vergraben ist) besinnen könnte und sich von selbst wieder aus diesem Sumpf befreien würde. Und da ich das nicht weiß, ist natürlich klar, dass Robin schon noch ein Weilchen an ihrer Seite bleiben wird *g*.
Ich freue mich auf jeden Fall riesig, dass es dir gefallen hat :)

LG Kuona

P.S.: Krass, ich hab jetzt fast eine Stunde zum Beantworten aller Kommis gebraucht :eek: Aber es waren diesmal auch sehr viele allgemeine Hinweise und Erklärungen zur Geschichte und Verenas Verhalten drin, also wen das interessiert, der sollte sich ruhig mal alle Antworten zu den Kommentaren durchlesen (hauptsächlich die Antworten an Rosegirl, Innad und Nachtstern) ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
so liebe kuona jetzt hab ich auch den weg her gefunden*gg*
eine sehr interessante story und wieder sehr fesselnd
kann dir nur sagen auch bei dieser story hast du mich an der backe kleben*gg* sofern mein kind mir ne atempause gönnt*fg*
wäre lieb wenn du mich auch hier auf die benachrichtigungsliste setzen würdest sonst verpass ich bestimmt den anschluß im moment ist alles noch etwas stressig aber schön
knuddel und bis bald
 
Heydiho!

So, ich habe jetzt alle Kapitel nachgelesen, die mir noch fehlten. Weiß gar nicht mehr, warum ich die letzten nicht gelesen hatte, aber ich glaube, die fielen genau in den Zeitraum, als ich so tierischen Stress in der Uni hatte und auch kaum online hier war. Naja, jetzt bin ich ja wieder auf dem aktuellen Stand.
Ich kann dir jetzt leider nicht so einen langen Kommi schreiben wie du mir, dafür reicht meine Zeit gerade nicht und ich muss auch erst wieder ein wenig in die Story hineinfinden. Aber ich finde sie nach wie vor absolut top!
Das letzte Kapitel hat mich ganz schön geschockt. Verenas Cousinen sind ja mal ganz schön... oberflächlich und ordinär (klar, dass eine blond sein musste, hm? Du klischeebehaftetes Wesen *g*). Da kann man echt nur den Kopf schütteln. Haben die nichts besseres zu tun, als sich an Annas Verlobten ranzumachen und sich zu wünschen, dass lieber Verena gestorben wäre, wenn gerade Anna gestorben ist??? Also echt... Pfui!
Und hör auf, an den Bildern rumzumeckern!!! Hatte ich dir nicht mal ein offizielles Verbot erteilt? Ich kann mich nicht erinnern, dieses aufgehoben zu haben. Also: Klappe! Da gibt es nämlich gaaaar nichts zu meckern.
So, und jetzt geh ich Wdli lesen. *freu*

Knutscha!
 
Hallo Kuona,

Endlich habe ich es geschafft mal wieder alles abzuarbeiten und durchzulesen. So auf einen Schlag gefällt mir der Verlauf der Geschichte sehr gut. Da ich jetzt alles am Stück gelesen habe, wirkt es noch eindrücklicher.
Mittlerweile mag ich Verena doch sehr gerne. Ihre Frisur ist so schön <3
Ich mag ihre zerbrechliche Art, die sie so gut zu verbergen versucht. Ich mag, wie sie Robin nicht an sich heran, aber in ihre Gedanken lässt.

Robin wird mir auch sympathisch. Die ideen finde ich sehr süss, besonders das mit dem Essen hat mir gut gefallen. Nur wird das überschattet von seinen Hintergedanken und auch wenn der verlauf ersichtlich scheint so freue ich mich ganz und gar auf den Moment in dem Verena herausfindet, dass sein anfängliches Ziel war, sie aus der Reserve zu locken.

Besonders ergreifen fand ich die Szene mit dem Schnee, doch auch etwas lustig. Ich stelle mir klein Verena vor, wie sie ins Wohnzimme rkommt, erschrocken aufschreit und wieder ins Schlafzimmer tribbelt.

Ich hoffe sehr, dass sie endlich zu sich findet. Sie führt kein Leben mehr und belügt sich, das behagt mir gar nicht, genauso wenig, wie Robin. Ich finde es schlimm, diese zwanghafte Sucht sich selbst zu bestrafen für etwas woran man nicht Schuld ist nur leider kenne ich das selbst genauso gut und ich kenne einfach zu viele Menschen, die einen Tod nur so verkraften. Sich selbst die Schuld zu geben ist leichter, wie ich finde.

Doch zum Schluss keimt Hoffnung auf - ich hoffe sie lässt die Lebensfreude endlich zu.

Ganz liebe Grüsse

Hermi*
 
@Maus: *lol* Ich hab dich doch gerne an der Backe kleben :lol: Ne, im Ernst. Ich freue mich total, dass du dir die Zeit genommen hast, diese FS durchzulesen und dass sie dir gefällt. Gerade mit frischem Baby muss man sich ja auch erstmal an alles gewöhnen und dass du trotzdem alles gelesen hast, beeindruckt mich total, ehrlich! Auf die Benachrichtigungsliste wirst du natürlich sofort gesetzt :)

@Chaotin: Ja, ich meine auch, dass da was war. Ich weiß noch, dass wir gechattet hatten und du dann irgendwas gesagt hast, von wegen dass du das neue Kapitel noch nicht lesen kannst oder so. Ist ja aber auch kein Muss, von daher freue ich mich einfach mal, dass du das noch nachgeholt hast. Oh Gott, da fällt mir ein, dass ich letztens von Verena und Robin geträumt habe *g*.
Zu meiner Verteidigung (obwohl, eher doch nicht, scheint mehr ein weiteres Klischee zu sein) muss ich ja sagen, dass die blonde Cousine blond gefärbt ist. Also noch nicht einmal eine echte Blondine ^^
Aber ansonsten hast du natürlich Recht. Sie sind sehr oberflächlich und machen sich so gar keine Gedanken, wie ihre Worte auf andere Menschen wirken könnten. Zu ihrer Verteidigung muss man aber sagen, dass sie es nicht wirklich böse meinen, das hat Verena eigentlich schon gut erkannt. Sie haben nur kaum Kontakt mit ihnen gehabt, im Grunde sind Anna und Verena fremde Menschen für sie gewesen. Und sie sind halt eher etwas einfachere Menschen... Trotzdem ist das natürlich keine Entschuldigung.
Zu den Bildern: Ich mecker ja schon gar nicht mehr. Aber HaE ist da wirklich schrecklich. Die meiste Zeit fotografiere ich in Verenas Wohnung und die ist so karg eingerichtet, dass es manchmal ganz schön schwierig ist, interessante Bilder zu machen. Und ich hatte für das letzte Bild etwas ganz Bestimmtes im Sinn, was dann aber überhaupt nicht hingehauen hat und weswegen ich einfach eines von Annas Bildern fotografiert habe... Naja, Schwamm drüber. Jetzt sind sie so, und sie gefallen mir im Nachhinein auch einigermaßen. Und mooooorgen geht es endlich nach Berlin =)

@Hermine_Love: Wow, so ein langer Kommi! *g* Freut mich, dass dir Verena mittlerweile gefällt. Ich mag ihre Frisur auch total gern, obwohl sie eigentlich nicht so optimal für FS geeignet ist. Wenn Verena ihren Kopf dreht oder sonstige Posen macht, werden ständig Lücken im Haar sichtbar und das nervt tierisch. Leider ist mir das erst nach ein paar Kapiteln aufgefallen und jetzt ändere ich die Haare natürlich nicht mehr. Vor allem, weil ihr der Schnitt irgendwie gut steht.
Hermine_Love schrieb:
Ich mag, wie sie Robin nicht an sich heran, aber in ihre Gedanken lässt.

Das hast du schön gesagt. Genauso könnte man es ausdrücken, wobei sie sich da ja auch schon bessert. Stück für Stück lässt sie es zu, dass er ihr irgendwie näher kommt. Immerhin umarmt er sie und sie halten ja sogar fast Händchen *g*. Das sind Dinge, die Verena eigentlich nicht mag und die sie normalerweise nicht zulassen würde.
Robins Hintergedanken finde ich gar nicht mal so schlimm. Ich würde mich hier Verenas Psychologin anschließen: Er müsste das alles ja nicht tun. Klar wurde er zum ersten Besuch mehr oder weniger von Lukas gezwungen, aber danach lag ja alles in seiner Hand. Und sie aus der Reserve zu locken ist ja eigentlich nur gut für Verena. Und ich glaube, Robin lügt sich selbst in die Tasche, wenn er sich einredet, dass es ihm nicht um sie geht. Ich glaube auch, er mag sie mehr, als er selbst realisiert hat, auch wenn er nicht verliebt ist (noch nicht einmal annähernd ^^).
*lol* Bei deiner Beschreibung der Szene mit dem Schnee musste ich echt lachen, weil ich so ein Bild auch im Kopf hatte, als ich den Teil geschrieben habe. Die Geschichte ist ja größtenteils von sehr schwerer, drückender Thematik, da versuche ich immer ein bisschen auflockernde Momente einzubringen. Vermutlich ist Robin auch genau deswegen so wie er ist, weil er als Verenas absoluter Gegensatz einfach auch komische Situationen provozieren kann (das mit dem Essen war ja noch ganz süß, aber wartet mal ab, mit was für Ideen der noch kommt :lol:).
Ich hoffe auch für Verena, dass sie endlich mal zu sich kommt und begreift, was sie da macht. Wie du schon sagst, sich selbst die Schuld zu geben ist einfach und irgendwie auch feige. Sie rennt vor allem davon und gibt sich selbst die Schuld, bevor andere sie ihr geben können. Sie versucht nicht einmal weiterzuleben, sondern möchte im Grunde genommen selbst sterben, indem sie sich in ihrer Wohnung begräbt. Das ist wirklich nicht sehr mutig...
Aber vielleicht lernt sie ja so langsam von Robin ;)

@all: Die nächste Fortsetzung dauert leider wirklich noch etwas. Aber meine andere FS hat nur noch zwei Kapitel, die bebildert und veröffentlicht werden müssen und danach werde ich direkt emsig an HaE weitertippen, versprochen!

LG Kuona
 
Huhu :)
Kannst du mich auch bitte benachrichtigen, wenn du hier oder bei Noah weitermachst? Find die Story echt super und bin schon ganz gespannt wie es weiter geht. Der totale Partylöwe ohne verantwortung und die schüchterne Stille die so ein schreckliches Schicksal durchmachen muss. Das ist mal ne kombi! Auch wenn ich noch nicht so recht weiss aus welchen beweggründen er das macht ob er seiner Family was beweisen will? oder doch sein Herz verloren hat ohne das es ihm bewusst ist.. vielleicht beides. Ich freu mich jedenfalls wenns weitergeht und lass mich überraschen :D
 
@Engelstraum: Das freut mich aber, dass dir diese FS hier auch gefällt :D Ich benachrichtige dich natürlich sehr gern!

@Vel: Auf den Benachrichtigungslisten stehst du schon und jetzt beantworte ich auch endlich mal den Kommi ;)
Verena und Robin sind wirklich sehr verschieden, aber ich glaube, gerade das macht den Reiz aus. Ein bisschen mehr über Robin erfährt man dann ja auch im neuen Kapitel

@all: Es tut mir wirklich leid, dass ihr schon wieder so lange warten musstet. Dafür habe ich auch ein extralanges Kapitel fabriziert. Ich hab erst überlegt, ob ich es unterteilen soll, aber dann wäre das zweite Kapitel so extrem kurz gewesen. Also habe ich es so gelassen und hoffe, es ist euch nicht zu viel. Allerdings ist es ein relativ wichtiges Kapitel, weil es endlich auch mal mehr Dinge über Robins Vergangenheit enthält und ein paar Hinweise, die erklären könnten, warum er so ist, wie er ist und warum er vielleicht gar nicht so ist, wie er scheint. :lol: Monstersatz mit wenig Sinn, ich weiß *g* Auf alle Fälle hoffe ich, dass ihr viel Spaß beim Lesen habt.


Kapitel XV

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Robin war verwirrt. In einem Moment war Verena noch so offen ihm gegenüber gewesen, hatte mit ihm geredet und sogar Berührungen zugelassen, was seinen männlichen Instinkt natürlich besonders ansprach, und im nächsten Moment bat sie ihn schon wieder zu gehen. Die einzige Erklärung, die ihm dazu einfiel, war, dass es ihr vielleicht einfach zu viel geworden war. Aber wenn dem so war, hätte sie es auch netter ausdrücken können, fand er. Schließlich gab er sich alle Mühe, mit ihr klarzukommen. Gähnend streckte er sich in seinem Bett und erwog, sich noch einmal herumzudrehen. Der Samstag war für ihn einfach der schönste Tag der Woche. Nach fünf Tagen, an denen man sich früh aus dem Bett quälen musste, endlich wieder ein freier Tag, aber doch nicht so nah am Montag dran wie der Sonntag. Während er noch sinnierte, klingelte sein Handy. Genauer gesagt spielte es "I'm too sexy" von Right Said Fred ab. Ein Song, der wie kein zweiter zu ihm passte, wie er fand. Einen Moment lang war er überzeugt, es würde Verena sein, die ihn anrief und sein Herz machte unwillkürlich einen Sprung.
Stirnrunzelnd hielt er sich eine Hand auf die Brust.

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Bekam er etwa Herzrhythmusstörungen? Wieso sollte sein Herz reagieren, wenn er an Verena dachte? Zumal sie es gar nicht sein konnte, wie ihm bei näherer Überlegung einfiel. Schließlich hatte sie seine Handynummer gar nicht. Ächzend streckte er sich nach seinem Handy aus und warf einen Blick auf das Display. Ein Lächeln huschte über sein Gesicht und er hob ab, während er sich wieder in seine Kissen zurücksinken ließ.
"Hey Pascal", begrüßte er einen seiner besten Freunde, "lange nichts gehört von dir."
Ein leises Lachen war die Antwort.
"Ich weiß auch warum", sagte sein Freund dann und es war seiner Stimme anzuhören, dass er grinste. "Der Grund ist vermutlich recht hübsch, gut gebaut und hindert meinen besten Freund daran, für allzu lange Zeit aus dem Bett zu kommen. Denn ich hab schon öfter versucht, dich zu erreichen. Du bist derjenige, der einfach nie erreichbar ist."
Ein wenig hatte Robin jetzt doch ein schlechtes Gewissen.
"Hm, es ist nicht ganz so, wie du denkst. Stimmt schon, ich bin zurzeit sehr beschäftigt und es stimmt auch, dass es eine "sie" ist, aber vom Bett sind wir so weit entfernt wie die Erde von der Sonne."

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Er schnaubte unwillig und betrachtete einen Fleck an der Decke, der wohl von einer erschlagenen Mücke herrühren musste.
"Oooooh", heuchelte Pascal Mitleid und lachte dann. "Diese Frau muss ich unbedingt kennen lernen. Nicht nur, dass sie dir widersteht, nein, dass du auch noch am Ball bleibst ist wirklich außergewöhnlich."
"So ist das nicht", wehrte Robin hastig ab, "Wir sind nur Freunde und sie hat ein paar Probleme. Ich versuche ihr zu helfen, aber so wirklich zu klappen scheint das auch nicht."
"Hm, das ist erst recht was Neues. Was ist denn mit dieser Einen, dieser… ach, ich hab ihren Namen vergessen. Die hübsche Brünette, du weißt schon. Ich dachte, diesmal wäre es etwas Ernsteres?"
"Ach, hör bloß auf… Weswegen rufst du an?", lenkte Robin vom Thema ab und Pascal war feinfühlig genug, um das zu respektieren.
"Ich hab ein kleines Problem", sagte er, "Vielleicht ist es am Besten, wenn ich kurz vorbeikomme. Hast du Zeit?"
"Klar, kein Problem."
"Super, bis gleich dann."

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Ein monotones Tuten zeigte Robin an, dass Pascal aufgelegt hatte. Was er wohl für ein Problem hatte? Hoffentlich war es nichts Ernsthaftes. Obwohl er seinen Freund sehr mochte, konnte er nicht leugnen, dass Pascal eine Neigung dazu hatte, etwas unüberlegt zu handeln. Zudem hatte er ein sehr weiches Herz und ließ sich oft zu Versprechungen hinreißen, die ihm selbst nur schadeten. Mit Schrecken dachte Robin an die Zeit zurück, als Pascal sich von seinem Bruder dazu überreden lassen hatte, dessen heruntergekommene Bar zu übernehmen. Heute florierte das Geschäft zum Glück, doch eine Weile war nicht sicher gewesen, ob ihn die Unternehmung nicht finanziell ruinieren würde. Mit einem Kopfschütteln versuchte Robin die negativen Gedanken abzuschütteln. Wenn es etwas Ernstes gewesen wäre, dann hätte Pascal garantiert nicht so unbeschwert geklungen. Mit einem Seufzen stand er auf und stellte sich vor seinen Kleiderschrank. Sorgfältig wählte er die Kleidung aus, die er anziehen wollte. Nichts zu Verspieltes oder Playboyhaftes, denn er wollte Verena nicht verschrecken. Trotzdem sollte es auch seine Schokoladenseiten hervorheben und nach Möglichkeit seinen durchtrainierten Körper betonen. Das konnte schließlich nie schaden. Als er sich schließlich entschieden und angezogen hatte, ging er die Treppe herunter und lenkte seine Schritte in Richtung Esszimmer.

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Der Rest seiner Familie saß bereits beim Frühstück und unterhielt sich lebhaft.
"Pascal kommt gleich vorbei", sagte Robin statt einer Begrüßung und schnappte sich einen Teller und eine Scheibe Brot. Aus den Augenwinkeln konnte er erkennen, wie Henrietta das Gesicht verzog. Sie mochte Pascal nicht besonders, was genau genommen auf jeden seiner Freunde zutraf. Und meist beruhte es auf Gegenseitigkeit. Doch Lotties Gesicht begann zu strahlen. Pascal und Robin waren bereits seit dem Kindergarten befreundet und für sie war der Blondschopf wie ein dritter Neffe.
"Wie schön", sagte sie, "er war ja schon lange nicht mehr hier. Frag ihn doch mal, ob er demnächst noch mal hier übernachten möchte!"
Henrietta sah aus, als hätte sie in ein faules Ei gebissen, während sein Vater sich nur wie immer hinter der Zeitung versteckte. Lukas und Robin grinsten einander zu. Für Charlotte waren sie immer noch kleine Kinder. Trotzdem streckte er eine Hand zu ihr aus und streichelte sanft über ihren Handrücken.
"Das mache ich", versprach er ihr mit fester Stimme und lächelte sie liebevoll an. Dann fiel er über sein Brot her und spülte es zum Abschluss mit einem Schluck Kaffee herunter. In diesem Moment klingelte es.

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"Pünktlich wie die Maurer", grinste er und erhob sich, um zur Tür zu gehen.
"Geht bitte in dein Zimmer", rief Henrietta ihm mit ärgerlichem Unterton nach, "Ich habe heute Kopfschmerzen. Du solltest ein wenig Rücksicht nehmen."
Robin verdrehte die Augen und drehte sich dann mit einem süßlichen Lächeln zu ihr um.
"Aber natürlich, Henni", strahlte er und ging in den Flur. Befriedigt hörte er, wie sie empört nach Luft schnappte. Der Spitzname war einfach ein garantierter Treffer in ihr aufgeblasenes Ego.
Er öffnete die Tür und grinste seinen Freund breit an. Doch der war nicht allein.
"Seit wann hast du einen Hund?", fragte Robin verdutzt. Pascal zuckte entschuldigend mit den Schultern und sagte: "Das ist ja ne tolle Begrüßung. Aber du kommst genau auf den Punkt. Ist es okay, wenn ich ihn mit rein nehme?"
Vorsichtig schielte Robin in Richtung Esszimmer. Zum Glück saß Henrietta mit dem Rücken zu ihm und war darüber hinaus gerade damit beschäftigt, Lukas zu einem Glas Orangensaft zu überreden.
"Ja", raunte er, "aber geh am Besten gleich die Treppe hoch in mein Zimmer. Die Hexe ist heute mal wieder besonders giftig."
Pascal grinste und zog den Hund hinter sich her.

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Robin beeilte sich, hinter ihm herzugehen, konnte aber trotzdem noch hören, wie Henrietta sich darüber aufregte, dass Pascal sie nicht einmal begrüßen kam. Wütend presste er die Lippen aufeinander. Er verstand einfach nicht, wie sein Vater an diese Frau geraten konnte. Sicher, ohne sie gäbe es Lukas nicht, aber auf sie als Person konnte er wirklich verzichten. Es hatte sie schließlich niemand dazu gezwungen, seinem Vater die Affäre zu verzeihen. Er atmete tief durch und öffnete die Tür zu seinem Zimmer. Pascal hatte es sich bereits auf einem Sofa gemütlich gemacht, während der Hund seelenruhig davor lag und döste.
"Also, seit wann hast du einen Hund?", wiederholte Robin seine Frage und ließ sich neben seinen Freund fallen.
"Tja, weißt du…", begann Pascal und verschränkte mit einem verlegenen Lächeln die Hände im Nacken, "also, das ist so: Ich hab da ein Mädel, das mir gut gefällt. Und letztens ist sie zu mir gekommen und war ganz verzweifelt, weil sie den Hund abgeben muss. Sie wollte ihn unbedingt in gute Hände geben und auf keinen Fall in ein Tierheim und da hab ich… Na ja, weißt du, sie war so traurig und da hab ich ihr versprochen, dass ich jemanden finde, der den kleinen Kerl nimmt. Du magst doch Tiere, oder? Schau mal, ist er nicht süß?"
Bittend sah Pascal ihn an und sah dabei selbst wie ein Hund aus, der am Tisch bettelt.

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"Du konntest es wohl echt nicht lassen, den großen Helden zu spielen", mutmaßte Robin und das Grinsen seines Freundes verriet ihm, dass er genau ins Schwarze getroffen hatte.
"Du hättest ihr auch nichts abschlagen können, Robin. Wenn du wüsstest, wie heiß sie ist!"
Pascals blassgraue Augen nahmen einen schwärmerischen Ausdruck an und er schien plötzlich ganz weit weg zu sein. Robin wäre nicht überrascht gewesen, wenn er genau wie der Hund zu ihren Füßen angefangen hätte zu sabbern. Er seufzte.
"Aber du kennst doch Henrietta. Wenn ich hier einen Hund anschleppe, dann rastet sie aus! Weißt du noch, was sie mit dem Kaninchen machen wollte, das wir heimlich in meinem Zimmer gehalten haben?"
Pascal sah schuldbewusst aus.
"Ja, sie wollte es als Sonntagsbraten anrichten", sagte er kleinlaut, "Aber das würde sie mit dem Hund doch nicht machen, oder?"
Robin lachte widerwillig. "Nein, wohl nicht", gab er zu.

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"Aber das ändert ja nichts daran, dass sie einen Anfall bekommen würde. Und sie ist eh schon nicht gut auf mich zu sprechen, das weißt du. Sie findet es eine Zumutung, dass ich wieder hier wohne und sie sähe es lieber heute als morgen, dass ich wieder ausziehe."
"Und warum machst du das nicht? Komm schon, Robin. Du bist meine letzte Hoffnung. Ich hab schon alle Leute durch und so langsam kenne ich niemanden mehr, der ihn nehmen könnte. Und ich habe die Bar, da kann ich ihn auf keinen Fall selbst behalten."
"Lukas hat mich kurz nach Annas Tod gebeten, wieder hier zu wohnen und bisher hat er die Bitte nicht rückgängig gemacht", erklärte Robin knapp, und Pascal nickte verständnisvoll. Er wusste, dass hinter Robins lockerer und scheinbar unbekümmerter Fassade ein Mensch steckte, der für die Menschen, die er liebte, beinahe alles tun würde.
"Weißt du dann vielleicht jemandem, dem du den Hund ruhigen Gewissens anvertrauen könntest? Was ist denn mit deiner neuen Freundin, von der du erzählt hast?"
"Verena? Vergiss es. Außerdem ist sie nicht 'meine Freundin'. Im Grunde noch nicht mal 'eine Freundin'. Jedenfalls sieht sie das so."

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Er wusste genau, wenn er ihr einen Hund aufs Auge drücken würde, dann könnte er sich vermutlich auf ein Donnerwetter allererster Güte einstellen.
"Ach komm schon. Frauen stehen auf Hunde, echt! Vielleicht entwickelt sich dann ja was zwischen euch beiden. Stell dir doch mal vor, du als der Retter der Schwachen und Unterdrückten, ein echter Robin Hood. Du könntest ihr doch erzählen, dass er ausgesetzt wurde und du dich diesen armen, bettelnden Hundeaugen nicht verschließen konntest. Und dann kümmert ihr euch gemeinsam um den Hund, fast als wäre es euer Kind. Ihr unternehmt lange Spaziergänge, sucht süße Halsbänder und Spielzeug aus… Das klingt doch gut, oder?", versuchte Pascal Robin die ganze Sache schmackhaft zu machen und der musste lachen.
"Was du für eine Fantasie hast", grinste er, "Spaziergänge, hm?"
Er überlegte einen Moment und dann fiel es im wie Schuppen von den Augen.

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"Spaziergänge, klar! Pascal, du bist ein Genie! Abgemacht, ich nehme den Hund. Wie heißt er eigentlich?"
Pascal atmete erleichtert aus.
"Danke Mann, ich bin dir was schuldig. Was den Namen angeht, bin ich mir ehrlich gesagt nicht sicher. Mandy nennt ihn immer 'meinen süßen, kleinen Schatz' oder so was in der Art."
Skeptisch sah Robin den Hund an. Süß und klein hätte irgendwie eher auf einen Dackel gepasst. Dieser Hund ging schon fast in Richtung Kalb. Nun ja, manchen Tierbesitzern war vor lauter Begeisterung wohl der Blick auf das wahre Wesen ihres geliebten Vierbeiners versperrt. Er konnte nur hoffen, dass es Verena genauso gehen würde.

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Eine Stunde später befand er sich vor Verenas Haus. Es war gar nicht so leicht gewesen, den Hund an Henrietta vorbeizuschmuggeln. Selbst Lukas und Charlotte hatten nichts mitbekommen. Was seinen Vater anging, war er sich nicht sicher. Er meinte, seine Augen kurz über den Rand der Zeitung in seine Richtung huschen gesehen zu haben, aber das war eigentlich unwahrscheinlich. Sein Vater hatte noch nie versucht, ihn in irgendeiner Form zu schützen, also warum sollte er jetzt damit anfangen und auch noch Henriettas Aufmerksamkeit in Richtung Fenster lenken? Sicher hatte er sich das nur eingebildet, dachte er bitter und versuchte diese Gedanken zu verdrängen. Er war erwachsen. Es sollte ihn nicht mehr verletzen, dass Peter Gerzing sich immer und immer wieder auf die Seite seiner Frau stellte.
Robin warf einen Blick auf den Hund, der ihn aus treuherzigen Augen erwiderte. Zumindest schien er auch das Temperament eines Kalbes geerbt zu haben. Lammfromm trottete er neben ihm her und ihn schien nichts aus der Ruhe bringen zu können. Weder die lauten Sirenen des Polizeiwagens, der vor nicht allzu langer Zeit an ihnen vorüber gerast war, noch das hysterische Gekläffe eines kleinen Hundes, der ihnen ein Stück lang hinter einem Gartenzaun gefolgt war, oder die Kinder, die lachend und lärmend an ihnen vorbei gerannt waren.

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Auch Pascal hatte ihm versichert, dass Schatzilein, wie er den Hund nannte, gut erzogen und sehr brav war. Das hatte Robins schlechtes Gewissen Verena gegenüber etwas beruhigt. Er hätte kein gutes Gefühl dabei gehabt, ihr einen Hund aufzudrücken, über dessen Charakter er sich nicht sicher war.
Er holte tief Luft und klingelte an Verenas Tür, nachdem er mit dem Hund im Aufzug bis in den obersten Stock gefahren war. Auch diese Charakterprobe hatte Schatzilein glänzend bestanden und sich überhaupt nicht stören lassen. Verenas Schritte waren zu hören und dann ein deutlicher Fluch. Robin kicherte. Er konnte sich gut vorstellen, dass sie sich irgendwo gestoßen hatte. Schnell setzte er eine ernste Miene auf. Wenn das hier klappen sollte, musste er an ihr Mitgefühl appellieren, von dem er hoffte, dass selbst eine Eisfrau es besaß. Der Spitzname entlockte ihm beinahe wieder ein Lächeln, wusste er doch mittlerweile, dass sie längst nicht so kühl war, wie sie sich gab.
Verena öffnete die Tür und rieb sich tatsächlich ihren schmerzenden Ellbogen, der unfreiwillig mit der Türklinke Bekanntschaft gemacht hatte.

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Sie setzte das Lächeln auf, das sie den ganzen Morgen mithilfe eines Fensters einstudiert hatte. Sie hatte sich vorgenommen, Robin eine Chance zu geben, und dazu gehörte auch, etwas netter zu ihm zu sein.
"Hey", begrüßte er sie und sah sie mit einem merkwürdigen Gesichtsausdruck an, "hast du etwa Zahnschmerzen?"
Schnell hörte sie auf zu lächeln und schüttelte ernüchtert den Kopf.
"Nein, hab ich nicht. Komm rein."
In diesem Moment sah sie den Hund. Fragend blickte sie Robin an, der sie mit einem tieftraurigen Gesichtsausdruck ansah.
"Was ist los?", fragte sie erschrocken und hatte den Hund schon wieder vergessen. Es kam so selten vor, dass Robin einmal nicht lachte oder grinste, dass sie sicher war, dass etwas Schlimmes vorgefallen sein musste.
Innerlich grinste er. Man konnte ihr ansehen, dass er sie genau da hatte, wo er sie haben wollte.
"Ach", sagte er so bekümmert wie möglich, "Meine Tante ist schwer krank geworden und musste plötzlich ins Krankenhaus."

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Ihre Miene wurde weich und sie sah ihn mitleidig an. Das schlechte Gewissen setzte ihm zu, aber er redete sich ein, dass es schließlich nur zu ihrem besten war.
"Und jetzt wissen wir nicht wohin mit ihrem geliebten Hund", fuhr er mit betont schwacher Stimme fort und deutete auf Schatzilein.
"Mein Vater hat eine Hundehaarallergie, da kann er nicht bleiben und sonst hat niemand Zeit. Verena, du bist meine letzte Hoffnung."
Er fasste sie am Arm und sah sie eindringlich an und als sie seine Hand nicht abschüttelte, wusste er, dass er schon so gut wie gewonnen hatte.
"Aber wie soll das gehen?", wand sie sich noch, "Ich habe doch nicht viel Geld und so ein Hund ist bestimmt teuer."
Innerlich fluchte Robin. Daran hatte er gar nicht gedacht.
"Für die Kosten komme selbstverständlich ich auf", sagte er und hätte am liebsten geweint, als er all die schönen Geldscheine vor seinem inneren Auge davon flattern sah.
Noch zierte Verena sich. Sie suchte nach einem Grund, um ihm seine Bitte abzuschlagen, aber sie fand keinen. Und sie hatte doch beschlossen, alles auf sich zukommen zu lassen.

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Wenn sie diese Entscheidung nur wenige Stunden später schon wieder über den Haufen warf, hätte sie sie besser gar nicht erst getroffen.
"Also gut", seufzte sie, "Aber erstmal nur zur Probe. Wenn ich Probleme habe, musst du ihn wieder mitnehmen, okay?"
"Ja, klar", stimmte Robin erleichtert zu. Er hätte nicht damit gerechnet, dass sie so schnell nachgeben würde.
"Wie heißt er denn?", fragte Verena und beugte sich herunter, um dem Hund zu streicheln.
"Schatzilein", antwortete er prompt und wurde rot, als sie kicherte. "Äh, natürlich nicht. So nennt ihn nur meine Tante immer", redete er sich heraus und entschuldigte sich im Stillen bei Charlotte, dass sie für dieses Schauspiel herhalten musste. Fieberhaft suchte er nach einem geeigneten Namen und wählte schließlich den erstbesten, der ihm in den Sinn kam: "Der Hund heißt Bodo."
"Bodo?" Verena kicherte und ergriff die Pfote des Hundes. "Komischer Name. Aber gut, hallo Bodo, sehr erfreut, dich kennen zu lernen."
Überrascht sah Robin auf sie hinab. Irgendetwas schien heute anders an ihr zu sein. Sie wirkte irgendwie fröhlich.

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Ob das an dem Hund lag? Ohne dass er es bemerkte, stahl sich ein liebevolles Lächeln auf sein Gesicht, während sie dem Hund sanft Koseworte ins Ohr flüsterte. Vielleicht war es wirklich eine gute Idee gewesen, ihr einen Gefährten zu verschaffen.
Er räusperte sich und sagte dann leise: "Ich werde dann mal ein paar Sachen für Bodo kaufen, bevor die Geschäfte schließen. Ihr könnt euch ja schon mal etwas anfreunden."
Verena nickte und Robin zog vorsichtig die Tür hinter sich ins Schloss.
Sie wandte sich dem Hund wieder zu. Was hatte Robin nur vor? Warum log er sie an?
"Denn dass er mich angelogen hat, ist klar", sagte sie grinsend und zog Bodo sanft auf die Hinterbeine. "Ich habe mich nicht geirrt", kicherte sie und ließ den Hund wieder herunter, nachdem sie sich mit einem prüfenden Blick vergewissert hatte. Sanft streichelte sie über den großen Kopf, aus dem sie zwei sanfte braune Augen ansahen.
"Du bist doch ein Mädchen, meine Schöne!"
Ob sie Robin auf seinen Fehler aufmerksam machen sollte? Nein, beschloss sie. Wenn sie einfach mitspielte, würde sie schneller herausfinden, was um Himmels Willen er eigentlich vorhatte. Warum brachte er ausgerechnet einen Hund zu ihr? Und dann kam ihr schlagartig die Erkenntnis: Mit einem Hund musste man vor die Tür…

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Das war es auch schon wieder. Ich hoffe, es war nicht zu lang und ihr habt bis hierhin durchgehalten *g*

LG Kuona
 
na da hat robin hood (*lach*) ja einen echten volltreffer gelandet, nur schade, dass verena so schnell geschaltet hat und erkannt hat, dass sie ja rausgehen muss mit dem hund.
die hast du übrigens sehr gut hinbekommen, süß!
bin total gespannt, wie es weitergeht, schönes kapitel!!
 
Dieses Kapitel war einfach toll, Kuona! Irgendwie tut mir Robin echt leid, und ja, ich verstehe ihn jetzt weitaus besser. Und weißt Du, ich finde, es gibt nun auch eine recht offensichtliche Gemeinsamkeit zwischen ihm und Verena. Ich meine, Verena war doch auch immer die zweite Wahl und wurde ungewollt von Anna überstrahlt. Das konnte man doch sehr brutal deutlich dem Gespräch ihrer Verwandten an ihrem Krankenbett entnehmen.

Robin geht es find ich gar nicht so unähnlich. Sein bruder Lukas, den er sehr liebt, aber trotzdem, ist immer derjenige gewesen, der die uneingeschränkte Liebe aller eingeheimst hat. Die einzige Person, welche beide gleich behandelt zu haben schien, war Tante Lottie.

Ich glaube, es ist für ein Kind furchtbar immer zu spüren, dass es von einer wichtigen und tonangebenden Person in der Familie nicht gewollt ist. Das hinterlässt unbeschreibliche Schäden. Nur hat Robin sich eben in eine ganz andere Richtung entwickelt als Verena. Diese wurde still und schüchtern und misstrauisch. Robin wurde frech, herausfordernd, provozierend.

Aber eigentlich eint beide eine sehr ähnliche Geschichte und sie können voneinander lernen, auch ganz abgesehen von dem UNfall und seinen furchtbaren Folgen.

DAs mit dem Hund ist eine super Idee. Nur hätte robin Hood sich vorher mal anschauen müssen, ob das Tierchen Kügelchen hat oder nicht =) ... eigentlich dürfte er da ja ganz gut bewandert sein... nun ja :D Das war dann wohl ein Eigentor. Aber Verena hat ihn durchschaut, nun glaub ich dennoch nich, dass sie den HUnd zurückgibt...


Ich hab heut etwas weniger Zeit, darum war es das mal! Ich freu mich auf die FS!
 
Also erstmal finde ich es toll wie du trotz eines normales Kapitels es doch irgendwie geschafft hast Robins Leben reinzuwickeln^^. Es sind die eigentlich nebensächlichen Dinge, die doch so viel ausmachen. Zum beispiel das mit Henrietta. Eigentlich steht da nur das sie pascal und andere freunde von robin nicht mag, aber hinter dem satz steckt dann doch mehr dahinter, so das ich am ende des kapitel wesentlich schlauer bin, was robin angeht xD

Das mit dem Hund finde ich eine tolle idee, schade das verena das so schnell durchschaut hat. obwohl ich sagen muss das die hündin meines opas Rocky heißt und sie weiblich ist xD Aber das nur so nebenbei.

Ich finde die Gedanken von Robin einfach nur herrlich. Er hält sich für den größten Playa^^ Echt lustig xD
 
Hallo Kuona,

leider fehlt mir die Zeit für regelmässiges Kommi-Schreiben, wenn ich mir auch bei manchen FS wünschte, es wäre nicht so.
Deine gehören definitiv dazu.
Wie ich Dir ja schon mal bei WdLi geschrieben habe, sind Deine Texte und Inhalte von erster Qualität und ein Genuss zu lesen.
Auch in dieser FS hier mag ich besonders den liebevoll und sorgsam gestalteten Background jeder einzelnen Figur.
Auch wenn ich mich mit Verenas Verhalten nicht identifizieren kann, ist es dennoch durch die Art, wie Du es schilderst, nachvollziehbar. Womit wir beim Inhalt wären! Kann es sein, dass Du ein Faible für diesen Mädchentyp hast? *ggg*. Irgendwie sehe ich Paralellen zwischen Julie und Verena - beide haben diesen Hang zum duldenden Opfer und zur Selbstkasteiung.
Bei Julie ist es Dir ja zum Glück gelungen, sie auf den richtigen Weg zu führen, und das wollen wir bei Verena nun auch hoffen.
Der Hund war da sicher schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung, um sie aus ihrer selbstbezogenen Erstarrung zu lösen. Ihr etwas zu geben, um das sie sich kümmern muss und das auf sie angewiesen ist, zwingt sie, die Blickrichtung von innen nach aussen zu ändern.
Dann hat sie vielleicht auch die Chance zu sehen, dass diese Art ihr "Leben" zu führen etwas ist, dass Anna nie und nimmer für sie gewollt hätte.

Diese 70er-Jahre-Tapete in Robins Zimmer ist göttlich. Ich glaube, meine Eltern hatten früher etwas Ähnliches im Wohnzimmer. Und beim ersten Bild habe ich zuerst geglaubt, Robin liegt auf riesigen Tafeln Schokolade =). Das muss ein Wunschtraum gewesen sein *ggg*.

Also, auch wenn ich nicht regelmässig kommentieren werde, sei Dir gewiss, dass ich auf jeden Fall mitlese!

LG!
 
Zuletzt bearbeitet:
Juhu, juhu, ein neues Kapitel!

Während er noch sinnierte, klingelte sein Handy. Genauer gesagt spielte es "I'm too sexy" von Right Said Fred ab. Ein Song, der wie kein zweiter zu ihm passte, wie er fand.
:lol:
Da musste ich echt herzlich lachen. Robin noch vollkommen im halbschlaf und trotzdem strotzt er so vor Selbstüberzeugung!
Ich hätte die Szene gerne vertont gehabt^^

Wieso sollte sein Herz reagieren, wenn er an Verena dachte?
Tja lieber Robin, da stehen eigentlich nur folgende Möglichkeiten zur Auswahl:
1. Dein Herz sehnt sich einfach nach Verena, nur du hast es selbst noch nicht kapiert
2. Dein Plan, wie zuanfangs beschrieben, nur eine freundschaftliche Basis zu ihr aufzubauen, ist ja doch irgendwie gescheitert
3. Du bist etwas zu selbst verliebt um zu kapieren, dass dein Herz sich auch nach einer Bindung zu einem weiblichen Geschöpf sehnt
(Ich persönlich tendiere ja zu 1. ;) )

"Aber natürlich, Henni", strahlte er und ging in den Flur. Befriedigt hörte er, wie sie empört nach Luft schnappte. Der Spitzname war einfach ein garantierter Treffer in ihr aufgeblasenes Ego.
Dieser unverschämte Bengel :lol:
Aber Robin Hood ist noch viiiel besser!

"Spaziergänge, klar! Pascal, du bist ein Genie! Abgemacht, ich nehme den Hund. Wie heißt er eigentlich?"

Und dann kam ihr schlagartig die Erkenntnis: Mit einem Hund musste man vor die Tür…
Das fand ich echt interessant. Natürlich zieht Robin dadurch einen Nutzen, aber er kennt ja eig Verenas Angst, vor Schnee und so weiter, aber irgendwie denke ich, dass die zwei auch das gemeinsam überwinden werden. Verena wird dass schon schaffen, so schwach ist sie nun auch nicht und langsam muss sie mal ein gesundes Selbstvertrauen erlangen, was aber vor dem unfall auch nicht sonderlich vorhanden war!

Sie setzte das Lächeln auf, das sie den ganzen Morgen mithilfe eines Fensters einstudiert hatte. Sie hatte sich vorgenommen, Robin eine Chance zu geben, und dazu gehörte auch, etwas netter zu ihm zu sein.
"Hey", begrüßte er sie und sah sie mit einem merkwürdigen Gesichtsausdruck an, "hast du etwa Zahnschmerzen?"

Also ein bisschen tollpatschig ist Robin ja doch. Da versucht Verena mal etwas ihre "eisige Seite" abzulegen und nicht die "Eisfrau" zu sein, für die er sie hält und er setzt das geübte Lächeln mit Zahnschmerzen in Verbindung?
Na gut, Lächeln wirken oft falsch, vorallem wenn man sie sozusagen einstudiert, aber er hätte doch wenigstens mal etwas "genauer" hinsehen können.

"Ach", sagte er so bekümmert wie möglich, "Meine Tante ist schwer krank geworden und musste plötzlich ins Krankenhaus."
Aha, die Mitleidstour ;)
Ich glaube Verena hätte es auch so verstanden, wenn er mit der Wahrheit herausgerückt wäre?!

"Bodo?" Verena kicherte und ergriff die Pfote des Hundes. "Komischer Name. Aber gut, hallo Bodo, sehr erfreut, dich kennen zu lernen."
Überrascht sah Robin auf sie hinab. Irgendetwas schien heute anders an ihr zu sein. Sie wirkte irgendwie fröhlich.

Bodo? :lol: Erinnert mich sehr an den treuen Dackel von Hausmeister Krause, der liebe Bodo ^^
Herrlich :D

"Denn dass er mich angelogen hat, ist klar", sagte sie grinsend und zog Bodo sanft auf die Hinterbeine. "Ich habe mich nicht geirrt", kicherte sie und ließ den Hund wieder herunter, nachdem sie sich mit einem prüfenden Blick vergewissert hatte. Sanft streichelte sie über den großen Kopf, aus dem sie zwei sanfte braune Augen ansahen.
"Du bist doch ein Mädchen, meine Schöne!"

Überaus genial :lol:
Tja, mit Verena kann man wohl nicht so leicht solche Spielchen spielen!

Ich fand das Kapitel genial. Wird zu einem meiner Lieblinsgskapis erklärt :)
Viele Momente zum Schmunzeln, weil du so schön flüssig, witzig und auch romantisch schreibst. Ich bin gespannt, wie das mit dem Hund laufen wird und was aus den romantischen Morgen/Abendspaziergängen wird, bzw ob es überhaupt dazu kommt.
Ich denke Verena wird es gut tun, eine Hündin an ihrer Seite zu haben. Dann ist sie wenigstens nicht mehr so alleine und lernt vielleicht wenigstens der Hündinein bisschen von ihren Sorgen zu erzählen, ich kann mir vorstellen, dass ihr das irgendwie unbewusst passieren wird?
Bin sehr gespannt was nun mit Hündin Bodo(die ja jetzt keinen Namen hat, oder?) Robin Hood und Verena aka Eisfrau passiert. :lol:

lg sterni
 
HUHU!! xD

Toll, toll, toll ;).
Ich fand das Kapitel sehr schön...:scream:
Der Hund ist richtig niedlich!

Also, nein ... Robin hat sich doch tatsächlich in verliebt ... und er rafft es nicht *gegenkopfhau* ... oder will es nicht war haben .... ;)

Na mal sehen wies weitergeht, bin dann mal gespannt!

lg,
Engelstraum ... :hallo:
 
Na, Robin ist mir ja einer... Sie heißt Bodo. :lol: Also ehrlich! Aber Verena hat seinen Fehler ja schnell aufgedeckt und ihn durchschaut. Ich bin mal gespannt, wie sie jetzt reagiert, wenn er wieder zurück kommt.
Den Pascal finde ich übrigens sehr schnuffig mit seinen blonden Haaren. :D
Robins Familiengeschichte ist mir jetzt noch nicht so ganz klar. Ich versuche mal zu rekonstruieren: Lukas und Robin haben den gleichen Vater, diesen Herrn *Vorname vergessen* Gerzinger. Henrietta ist seine Frau und gleichzeitig Lukas' Mutter. Der Herr Gerzinger hatte dann mal eine Affäre und daraus ist Robin entstanden, der jünger als Lukas und bei seinem Vater aufgewachsen ist. Lottie ist die Schwester vom Herrn Gerzinger und somit Tante von beiden Jungs. Richtig so?
Das mit den Herzrhythmusstörungen fand ich übrigens göttlich. Leicht bedeppert und naiv, aber passt hervorragend zu Robin. :lol:
 
Hey *freu*
endlich ging es weiter und dann auch noch ein so schönes, langes Kapitel, super. Mir hat es total gut gefallen und dein Schreibstil ist einfach wunderbar, so locker und humorvoll, aber doch behandelst du ein sehr ernstes Thema, super gemacht. Bodo, wie geil ist das denn, aber Schatzilein fand ich noch geiler, und du hast das auch noch solange durchgezogen, super.
Ich bin schon richtig gespannt wie Verena mit dem Hund auskommen wird und ob sie es tatsächlich schafft, mit "Bodo" ;) nach draußen zu gehen.
Super Kapitel, freu mich schon wahnsinnig auf den nächsten Teil.

Liebe Grüße :)
 
@Zahlencödchen: Naja, dass Verena mit dem Hund auch raus muss, ist ja etwas, was ihr ohnehin nicht lange verborgen bleiben konnte ;) Und da sie ja nicht doof ist, und Robin ja vorher auch schon mehrere Versuche gestartet hat, sie mit nach draußen zu nehmen, ist ihr schon klar, warum er ihr den Hund gebracht hat. Da möchte ich mich übrigens nicht mit fremden Federn schmücken: Sie ist runtergeladen, ich weiß nur nicht mehr, von wo. Freut mich, dass dir das Kapitel gefallen hat :)

@Innad: Hach, ich freue mich, dass das rübergekommen ist. Auf genau diese Ähnlichkeit zwischen den Beiden arbeite ich ja schon seit längerem hin und sie wird auch noch größer behandelt werden in der FS. Aber genau so, wie du es ausgedrückt hast, ist es auch. Beide haben nie wirklich die volle Anerkennung bekommen, die sie gebraucht hätten und sie haben sich unterschiedliche Arten gesucht, um damit umzugehen. Verena versucht es immer allen recht zu machen und Robin enttäuscht die Leute lieber von vornherein. Auch Lukas versteht ihn da leider nicht ganz. Und Lottie hat die Beiden zwar gleich behandelt, aber auch sie kann nicht 100% nachvollziehen, warum Robin manchmal so scheinbar verantwortungslos handelt. Pascal ist da derjenige, der Robin am besten kennt. Aber ich greife schon wieder vor ;)
Tja, dass Robin von einem männlichen Hund ausgegangen ist, war ja auch ein bisschen Pascals Schuld. Ich glaube, ich hätte auch geglaubt, einen Rüden vor mir zu haben, wenn jemand die ganze Zeit als "der Hund" und "er" von ihm spricht. Aber eigentlich hätte er da wirklich mal nachschauen müssen :lol:
Ich glaube auch nicht, dass Verena den Hund zurückgibt *gg* Dann hab ich ja gar keinen Grund mehr, sie auch mal ein bisschen nach draußen zu entführen ^^
Freut mich, dass es dir gefallen hat *knuddel*

@Rosegirl: Danke für dein Kompliment :D Ich versuche es ja immer, auch ein bisschen Hintergrundinfo mitzugeben und wenn das klappt, freut mich das natürlich total!
Ich hab dem Zahlencödchen schon geschrieben, dass die Sache mit dem rausgehen ja offensichtlich ist. Und da Verena ja nicht dumm ist, wird ihr das schon sehr früh klar *g* Aber gut, vielleicht hätte ich sie es erst merken lassen sollen, wenn Bodo schon kaum noch einhalten kann :lol: Hätte bestimmt auch was für sich gehabt, weil sie dann überrumpelt gewesen wäre und sich spontan hätte entscheiden müssen, ohne zu viele Grübeleien *g*
Ich mag Robins Gedanken auch =) Aber ich mag ihn ja auch einfach total gerne. Und man sieht ja schon ein bisschen, dass er nicht ganz der Playboy ist, für den er sich gerne halten würde ^^

@julsfels: Das hast du aber lieb gesagt :) Ich freue mich total über deinen Kommi, aber es ist ja nicht schlimm, wenn du keine Zeit findest, zu kommentieren. Ich hab mich auch damals bei WdLi tierisch gefreut, aber ich erwarte um Himmels Willen keine regelmäßigen Kommentare. Ich kenne das ja von mir selbst, manchmal hat man einfach keine Zeit oder Lust oder was auch immer ;)
Verena und Julie sind sich wirklich sehr ähnlich. Ich glaube, ich habe wirklich einen Hang zu solchen Figuren, vielleicht, weil ich früher selbst so war und heute teilweise noch so bin. Das macht es natürlich einfacher, sich in solche Figuren hineinzuversetzen und sie realistischer handeln zu lassen. Ich hoffe daher auch immer, dass meine anderen Figuren nicht zu klischeehaft wirken und man immer ein bisschen die Hintergründe für ihr Handeln erkennen kann. Ob mir das auch immer gelingt, sei mal dahingestellt ;)
Ich denke auch, dass Bodo in mehr als einer Hinsicht gut für sie sein wird. Zum einen, weil sie endlich einmal vor die Tür muss und zum anderen, weil sie Verantwortung übernehmen muss. Sie kann nicht mehr in ihrer Wohnung vor sich hintrauern, sondern hat jetzt jemanden, der ihrer Aufmerksamkeit bedarf. Und ich glaube, der Hund wird sie auch daran hindern, allzu oft in Grübeleien zu versinken.
Uh, Robin auf ganz vielen Tafeln Schokolade... lecker =) Ich finde die Tapete auch sehr scharf *g*. Ist halt sein Jugendzimmer, dass er jetzt vorläufig wieder bewohnt ;)
Wie gesagt, Kommis brauche ich gar nicht unbedingt, solange du mitliest und ich dir damit ein bisschen Unterhaltung und Freude verschaffen kann, bin ich hochzufrieden. Trotzdem habe ich mich natürlich sehr über deinen Kommi gefreut :)

@nachtstern: Oh ja, eine Vertonung dieser Szene hätte bestimmt auch was für sich gehabt. Robin, der sich halbnackt nach seinem Handy streckt, aus dem gerade Freds sexy Stimme erklingt... Hach ja... *träum* :lol:
*g* Gute Analyse der Herzsprunggründe hast du da ;) Wobei ich ja glaube, dass es noch eher 3 ist :p
Ich glaube auch, dass ihr der Hund auf jeden Fall helfen wird. Sie muss wieder vor die Tür und sie hat jemanden, um den sie sich kümmern kann. Ich glaube, so etwas baut unglaublich viel Selbstvertrauen auf. Außerdem ist Verena ja auch jemand, der es mag, sich um andere zu kümmern. Von daher hilft es ihr vielleicht wirklich, wieder ein bisschen zu ihrem alten Selbst zurückzufinden und vielleicht auch ganz neue Eigenschaften zu entwickeln.
Jaaa, Robin ist sehr tollpatschig :lol: Wenn es darauf ankommt, schafft er es garantiert, mit seinen Sprüchen die Stimmung zu ruinieren *g* Naja gut, auch nicht immer, wir wollen mal nicht gemein sein ;)
Aber ich glaube auch, dass er die Mitleidstour nicht wirklich gebraucht hätte. Zumindest nicht, nachdem Verena sich ja jetzt dazu entschlossen hat, alles etwas mehr auf sich zukommen zu lassen.
Hausmeister Krause gucke ich übrigens gar nicht (aber ich schaue auch extrem selten fern)
Ich freue mich, dass dir das Kapitel gefallen hat und freue mich natürlich auch über dein Lob :D. Wir werden ja sehen, was durch Bodo noch so alles passieren wird. Auf jeden Fall bringt sie viel Bewegung in Verenas Leben, das kann ich schonmal verraten. Der Name bleibt übrigens. Dann heißt se halt Bodo *gg*

@Engelstraum: Ui, danke :) Der Hund ist runtergeladen, aber ich finde ihn auch total süß! Ich glaube, so wirklich verliebt ist Robin noch nicht, aber wenn er so weitermacht, kommt das bestimmt noch ;) Auf jeden Fall ist Verena ihm wichtiger, als den Beiden klar ist.

@Chaotin: Hehe, jaaaa, Verena hat ihn durchschaut, wenn auch nicht komplett. Pascal mag ich auch total gerne. Diese Wuschelhaare sind toll *g*
Robins Familiengeschichte hast du übrigens richtig konstruiert. Lukas ist älter und Peter Gerzing hat eine Affäre mit Frau X gehabt. Henrietta hat ihm verziehen (wohl auch Lukas zuliebe) und notgedrungen auch Robin mit aufgenommen und aufgezogen. Aber er erinnert sie natürlich immer an die Affäre, was es für sie garantiert auch nicht leicht macht und vielleicht ein bisschen erklärt, warum sie so biestig ihm gegenüber ist (zumal er sich ja auch nicht unbedingt höflich verhält).
Freut mich, dass die Herzrhythmusstörungen gefallen haben *lol* Ich mag diese Seite an Robin auch total gerne :lol: Der Gute kann sich halt nicht vorstellen, dass es ihn freuen könnte, wenn Verena anruft ;)
*knuddel*

@Simscully(AX): Wow, dankeschön für dein Lob! Es freut mich, dass dir das Kapitel gefallen hat :D Auf Bodo und Verena kann man übrigens wirklich gespannt sein. Ach, ich freue mich auf die nächsten Kapitel *hüpf* :lol: Manchmal hat man das ja, dass einem ein Kapitel irgendwie nicht liegt, aber nunmal sein muss, aber hier freue ich mich wirklich, weil Bodo sehr viel Bewegung reinbringt, hehe

LG Kuona
 
Robin Hood - das ist so klischeehaft, dass du schon fast 5 Euro in die schlechte Wortspiel Kasse zahlen musst - aber einfach zu gut =D

Wieder sehr schönes Kapitel, zwar sagtest du, es sei länger, liess sich aber für mich sehr viel flüssiger lesen. Es ist sehr wenig passiert diesmal - deswegen lässt sich nicht sehr viel sagen, doch die Idee mit dem Hund finde ich sehr schön :) Die Kleine ist sehr süß!
 
@Hermine_Love: *gg* Den Robin Hood habe ich eher unabsichtlich eingebracht. Mir viel erst nach zweimal drüberlesen auf, dass der Robin Hood ja auch Robin heißt *gg* Aber dann fand ich es noch lustiger :D Im nächsten Kapitel passiert leider noch weniger, aber ich hoffe, es wird dir auch gefallen.

Kapitel XVI

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Am Sonntagmorgen wurde Verena von einem leisen Winseln geweckt. Bodo stand neben ihrem Bett und sah sie treuherzig an.
"Was ist denn los?", fragte Verena besorgt und schwang ihre Beine aus dem Bett, "Vermisst du dein Frauchen?"
Doch dann wurde ihr klar, dass die Hündin wohl schlicht und ergreifend dringend einmal Gassi geführt werden musste. Sie schluckte. Das würde ihre erste richtige Bewährungsprobe werden. Sie war zwar schon einmal mit Bodo draußen gewesen, da Robin am Samstag nur noch die Sachen für den Hund abgeliefert hatte und dann sofort gegangen war, aber sie hatte nur eine ganz kurze Runde mit Bodo gedreht und sie dann schließlich in die Rasenfläche vorm Krankenhaus pinkeln lassen – zu ihrer Beschämung direkt neben das große Schild, auf dem "Hunde sind von den Grünflächen fernzuhalten" stand. Schon dieser kurze Weg hatte ihr Herzrasen und Magenschmerzen beschert und sie mochte gar nicht daran denken, wie es sein würde, sich zum ersten Mal seit einem Jahr wieder weiter von ihrer Wohnung fortzubewegen als bis zum Krankenhaus. Doch ihr war klar, dass sie das tun musste.

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Bodo war ein großer Hund, ihr würde es auf Dauer nicht reichen, dreimal am Tag für höchstens fünf Minuten zu laufen. Nein, wenn Verena keine Tierquälerin sein wollte, musste sie zumindest in den nahe gelegenen Park gehen, der zu ihrem Leidwesen stets voller Tiere und ihrer Besitzer war. Sie verfluchte Robin insgeheim für diesen gemeinen und – wie sie zugeben musste – geschickten Schachzug. Sie hatte gar keine andere Wahl, da sie nun die Aufgabe angenommen hatte, sich um den Hund zu kümmern. Verena starrte die Wand an und versuchte, sich zu beruhigen. Aber es half nichts, sie begann nackte Panik zu empfinden. Es war ähnlich schlimm, wie es gewesen war, wenn sie Referate in der Schule halten musste. Ihre Augen begannen zu tränen, aber sie schloss sie nicht. Ihre Gedanken rasten und sie suchte verzweifelt nach einem Ausweg aus der ganzen Sache. Entweder eine Lösung, bei der sie nicht rausgehen musste, oder eine Lösung, bei der sie ihre Angst bezwingen und ganz gelassen bleiben konnte. Sie versuchte, sich nur auf ihre Atmung zu konzentrieren, aber statt dass sie ruhiger wurde, atmete Verena immer schneller und unregelmäßiger. Sie empfand eine solche Angst davor, in dieses neue, unbekannte Gebiet zu gehen, dass es ihr lieber gewesen wäre, wenn Bodo einfach eine Pfütze in ihr Schlafzimmer gemacht hätte.

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Dann hätte sie wenigstens eine Ausrede gehabt, um den Gang noch ein bisschen hinauszuzögern. Letztendlich hatte Frau Dr. Freundorfer doch Recht gehabt: Verena hatte Angst vor allen Veränderungen. In diesem Moment spürte sie, wie eine feuchte Hundenase in ihre schweißnasse und dennoch eiskalte Handfläche stupste, und sie blinzelte. Langsam senkte sie den Kopf und sah Bodo an, die ihrerseits zurückstarrte und dann mit einem seufzenden Laut ihren haarigen Kopf auf Verenas Knie legte. Einen Moment saß Verena noch wie erstarrt und dann seufzte auch sie.
"Ja, du hast ja Recht", murmelte sie und streichelte die Hündin sanft, "ich bin ein Feigling. Ich weiß, dass du bei mir bist, aber ich hab trotzdem Angst."
Sie lachte leise, als Bodo über ihre Hand leckte.
"Dir ist das vermutlich alles egal, solange du nur endlich dein Geschäft erledigen kannst, was? Na gut, komm."
Sie stand auf und warf einen Blick auf ihre Schwester. Hilf mir, flehte sie in einem stummen Gebet und strich vorsichtig über den Bilderrahmen. Vielleicht würde ihr das Glück bringen. Sie ging in das Badezimmer, um ihre Kleidung herauszusuchen und packte sich besonders dick ein.

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Als sie bemerkte, dass sie schon wieder nur Zeit zu schinden versuchte, schloss sie die Schubladen mit einem Ruck und ging schnell zurück in die Küche.
"Also, bist du bereit?", fragte sie unnötigerweise die Hündin, die schon schwanzwedelnd vor der Tür stand. Die Frage war nicht, ob Bodo bereit war, sondern ob sie es war. Verena holte noch einmal tief Luft und streckte ihre Hand nach der Türklinke aus. Sie zitterte und das Herz schlug hart gegen ihren Brustkorb. Ich werde erstmal nur bis zum Krankenhaus gehen und dann weitersehen, versuchte sie sich selbst auszutricksen, aber es klappte nur mäßig. Sie war noch nie besonders gut darin gewesen, sich selbst zu belügen. Bodo starrte sie verständnislos und freudig hechelnd an. Sie legte den Kopf schief und gab ein kurzes, aufforderndes Bellen von sich. Trotz ihrer Angst musste Verena lächeln. Sie hatte den armen Hund schon viel zu lange hingehalten. Sie öffnete die Tür kurz entschlossen und schloss sie schnell wieder hinter sich, nachdem Bodo wie ein Pfeil herausgeschossen war. Humpelnd ging sie zum Aufzug und drückte die Taste für Abwärts. Sie hoffte, dass der Aufzug schnell kam, denn sie war sich nicht sicher, wie lange sie ihre fadenscheinige Courage aufrechterhalten konnte.

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Fast hätte sie aufgeatmet, als sie endlich vor dem Haus stand. Es war nicht zu fassen, wie viel Energie sie allein dieser kurze Weg gekostet hatte. Sie verzog das Gesicht zu einem schiefen Lächeln. So schlimm war es noch nicht einmal zu den Anfangszeiten ihrer Therapiesitzungen bei Frau Dr. Freundorfer gewesen. Langsam schlug sie den Weg zum Krankenhaus ein und zog ihren Schal etwas höher, um sich vor der beißenden Kälte zu schützen. Die dicke Schicht aus Eis und Schnee knirschte unangenehm unter ihren Schuhen und sie musste aufpassen, dass sie nicht ausrutschte. Dafür war sie dankbar. Es hielt sie davon ab, zu viel darüber nachzudenken, dass sie bald ihre Schritte vom Krankenhaus weg in eine neue, ungewisse Richtung lenken musste. Robin hätte jetzt vermutlich gesagt, dass diese Richtung Zukunft hieße. Ungläubig schüttelte sie den Kopf. Er traf sie jetzt erst seit einer Woche und doch hatte er schon die schreckliche Angewohnheit entwickelt, in den unpassendsten Momenten in ihrem Kopf aufzutauchen, wie eine Fehlermeldung unter Windows. "Plop" und er war da, ganz plötzlich, und hinderte sie daran, ihr Leben so zu leben, wie sie es immer tat, oder die Gedanken zu denken, die sie immer dachte. Ob ihm das bewusst war? Anna hatte behauptet, sie wären sich ähnlich.

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Aber er schien nicht der Typ zu sein, der eine Sache totgrübelte. Eher jemand, der unbedacht handelte und sich hinterher wunderte, warum die Konsequenzen nicht zu seinem Vorteil waren. Ganz zu schweigen davon, dass er ein unerschütterliches Selbstvertrauen besaß. Verena bezweifelte sehr, dass so ein Mensch wirklich einsam war. Und sie selbst? Sie fühlte sich nur leer. Nicht einsam. Und nur, wenn sie um Anna trauerte, spürte sie überhaupt etwas. Zumindest war das bis vor einer Woche so gewesen. Seit Robin wieder in ihr Leben getreten war, erlebte sie alle möglichen Emotionen. Angefangen von Wut, Scham und Zorn bis hin zu Sympathie, Verbundenheit und Mitleid. Da war nicht mehr nur die Trauer für Anna, da war plötzlich noch so viel mehr. Sie betrachtete Bodo, die den Schnee beschnüffelte und versuchte, hinein zu beißen, und musste lachen. Freude gehörte seit Neuestem auch dazu. Ein Adrenalinstoß durchfuhr sie, als sie plötzlich rutschte und ins Schlingern kam. Im letzten Moment fand sie ihr Gleichgewicht wieder und konnte so verhindern, dass sie doch noch hinfiel. Seltsamerweise schien sie der Schreck mehr zu beruhigen und ihren Kopf zu klären, als sie gedacht hätte. Und er hatte ihr gezeigt, dass sie doch zu viel nachgedacht hatte.

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Sie konzentrierte sich wieder ganz auf ihre Schritte und erreichte schließlich die Kreuzung hinter dem Krankenhaus. Noch drei Schritte bis zu der Grenze ihrer Welt. Noch zwei, noch einer… und dann war sie plötzlich über die unsichtbare Linie hinausgetreten. Nach ein paar Metern war es plötzlich ganz leicht. Sie überquerte die Straße und sah auf das Krankenhaus zurück. Eine Mischung aus Wehmut und Stolz erfüllte sie. Aber Verena hatte nicht lange Zeit, darüber zu sinnieren, was dieser Schritt für sie bedeutete, denn Bodo war schon fast im Park verschwunden. Schnell lief sie hinterher. Nicht auszudenken, wenn sie die Hündin verlor. Sie wusste zwar nicht, wem sie gehörte, aber sie könnte Robin nie wieder in die Augen sehen, wenn Bodo bereits nach einem Tag davonlaufen würde.
"Hey Bodo, komm her!", keuchte sie und lief weiter. Die Hündin hörte nicht. Wie hatte Robin sie noch mal zuerst genannt?
"Schatzilein!", stieß Verena hervor und tatsächlich drehte der Hund bei und raste jetzt auf sie zu.

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Er schien einen Heidenspaß zu haben und wirkte dabei seltsam ansteckend. Selbst Verena fühlte sich plötzlich voller Energie und wäre wohl noch eine Runde mit Bodo gerannt, wenn ihre Beine das mitgemacht hätten. Aber so humpelte sie den Weg weiter entlang und versuchte ihre Narben vor den anderen Besuchern zu verbergen, indem sie ihr Gesicht gesenkt hielt. Trotzdem wurde sie angestarrt. Es war immer so. Selbst wenn sie durch das Krankenhaus ging, in dem Verletzte kein seltener Anblick waren, folgten ihr die Blicke unweigerlich. Sie konnte sich denken, was sie sagten. Sie fanden sie ekelhaft und abstoßend. Und sie konnte es ihnen nicht einmal verübeln. Selbst Robin hatte ihre Narben zunächst angestarrt und auch das Hinken war ihm bestimmt nicht verborgen geblieben. Zum Glück hatte er sich offenbar schnell an Beides gewöhnt.
"Ich wette, er denkt sich, dass er schön genug für uns Beide ist", sagte sie zu Bodo gewandt, die ihren Kopf hob und gutmütig neben ihr hertrottete.

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Es kam Verena fast vor, als wäre sie mit einer guten Freundin unterwegs, mit der sie über einen Freund ablästerte. Der Gedanke ließ sie kichern. Plötzlich wurde sie angerempelt.
"Entschuldigung", sagte sie aus einer Gewohnheit heraus und wollte sich noch mehr an den äußeren Rand des Weges drängen, als sie es ohnehin schon getan hatte, aber dann vernahm sie eine vertraute Stimme.
"Verena, bist du das?", sagte die Stimme in einem ungläubigen Tonfall und Verena hob abrupt den Kopf.

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Wie gesagt, soooo viel ist nicht passiert, aber ich hoffe, es hat trotzdem gefallen. Ist auch relativ kurz, dafür ist das nächste Kapitel wieder länger. Ist sozusagen ein Zweiteiler ;)

LG Kuona

*EDIT: Nachstern, dein Posteingang war voll, deswegen konnte ich dich nicht benachrichtigen :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine schöne FS! Die arme Verena, es muss sie wahnsinnig Überwindung kosten, aus dem Haus zu gehen, sich der Öffentlichkeit zu stellen. Aber nicht umsonst sagt man, dass Tiere gerne echte Therapiewunder vollbringen, und vielleicht ist das bei Verena ja auch so.

Zumindest fühlt diese sich jetzt nicht mehr so allein und kann ihre Ängste eher überwinden.

Die Narben und das Hinken hatte ich ehrlich gesagt inzwischen vergessen, gerade die Narben gehören inzwischen so fest zu ihr... klar aber, dass es trotzdem ein Zeichen ist, das sie immer tragen wird. Ich mag nicht daran denken, wie schwer es sein muss, den Blicken der Menschen ausgesetzt zu sein.

So, ein Unbekannter, den sie im Park trifft... ich schätze, es ist Lucas, oder? :)

Bin gespannt, ob ich recht habe!
 
Huhu Kuona :)

endlich geht es weiter - das freut mich wahnsinnig!
Die Bilder habe ich zuerst bewundert. Sie sind wahnsinnig toll
und haben auch ohne den Text zunächst zu kennen auf mich eine
wahnsinnig tolle irkung gehabt :)

"Verena, bist du das?", sagte die Stimme in einem ungläubigen Tonfall und Verena hob abrupt den Kopf.

du hast die situation an einer für mich sehr spannenden stelle beendet..
ich will wissen wer es ist ^^
ich finde es auch toll, dass verena sich mal nicht verschanzt und raus geht.
das klingt nach leichter besserung :)

Lieber Gruß Honey
 
Was für ein schönes Kapitel :)
Ich finde des toll, dass sich Verena ihrer Angst stellt und dank Bodo gelingt ihr das ja auch, wohl ein bisschen leichter als vorher. Immerhin hat sie jetzt einen handfesten Grund rauszugehen!

Ein bisschen bemerkt man, dass Verena eine beste Freundin fehlt, jemanden zum Reden... Natürlich ist jetzt Bodo da, aber sie kann wohl kaum so einen Freund ersetzten. Robin könnte eigentlich auch so jemanden sein, wenn Verena das wirklich zu lässt.
Ich finde nicht, dass sich Verena für ihre Narben schämen sollte. Klar, es gibt immer Menschen die dumm schauen und sich ihre Fragen stellen, aber ich finde, irgendwie gehören sie schon fast zu ihr und selbst diese werden irgendwann besser verheilt sein, wenn sie ach nicht völlig verschwinden werden.
Jetzt bin ich ja sehr gespannt, auf wen Verena da trifft. Scheint jedenfalls eine Person von früher zu sein, wenn die Stimme ihr bekannt ist. Anscheinend jemand, den wir bisher noch nicht kennengelernt haben.
Vielleicht ja dieser eine Mann, der ihr einmal das Herz gebrochen hat?
Die Fotos haben mir diesmal wieder sehr gut gefallen, besonders da, wo Verena fast ausgerutscht ist (Hier muss ich nochmal bemerken, dass ich es toll finde, dass du so Sachen, wie das sie immernoch humpelt einbaust :) )

lg sterni
 
Das hat eindeutig viel zu spannend aufgehört *Grins*, wenn ich jetzt daran denke wie lang mich die Spannung vielleicht fressen wird (hört sich total dumm an :D) :lol: Ist aber natürlich ein Pluspunkt ;)
Ich finde es gut das Verena sich da raus getraut hat, es hat sie so viel gekostet, die Arme... Es war wirklich ein sehr geschickter Schachzug von Robin und man sieht jetzt schon ein Erfolg für Verena. Sie hat sich ja glücklich gefühl als sie Bodo gesehen hatte und ich kann echt verstehen das sie stolz auf sich ist, vor allem weil man ja am Anfang gesehen hat, wie viel es sie gekostet hat bloß mit dem Hund Gassi zu gehen. Für uns wäre das ja nebensächlich und für Verena war es ein sehr wichtiger Schritt.
Übrigens nochmal zu der spannenden Stelle :lol:: Ich hab da so ein Gefühl das es Lukas sein könnte, aber sicher bin ich mir nicht :pp
Ansonsten hat mir das Kapitel super gefallen, du hast alles so realistisch beschrieben
 
Ich musste wirklich erstmal überlegen, wo plötzlich der Hund herkam - bis mir das vorige Kapitel einfiel, aber ich saß erstmal da und hab gedacht, wie blöd ich eigentlich wäre, dass mir all die Kapitel nicht aufgefallen ist, dass Verena einen Hund hat x'D

Toll, dass sie sich endlich überwunden hat! Robin hat aber wirklich gute Ideen :P Er bringt sie wirklich in jeglicher Weise ein Stückchen weiter. :)
Und dass die Arme wegen ihrer Narben als ekelhaft empfunden wird, tut mir leid. So schlimm sieht das doch gar nicht aus, es gibt ihr sogar etwas ganz Spezielles..tja, so sind die Menschen.

Also, Robin ist das garantiert nicht, das wäre zu einfach. Und der würde auch nicht so fragen.^^ Ich tippe auch auf Lukas oder auf einen alten Bekannten von ihr, den wir noch gar nicht kennen. Kann ja sein.

LG Miez

Edit: Himmel, ich hab zum vorigen Kapi gar nichts gesagt!! Sorry o___o Dann mach ichs jetzt. Ist jetzt ganz unchronologisch geordnet, mein Kommi. *g*
Also, Robin ist echt süß. Aber richtig. Ich habs ja auch immer gesagt, unter der Fassade steckt ein ganz lieber Kerl. Da liegt sein Freund schon richtig, sonst wäre er ja nicht wieder zu Lukas gezogen.^^ Und ich fand das Kapi irre witzig xDD Bodo...und als Verena dann feststellte, dass Bodo ein Mädchen ist, musste ich echt lachen. Auch als er sie fragte, ob sie Zahnschmerzen hätte. Ignorant -.- Die beiden sind einfach toll zusammen. Ich will mehr davon :D
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwar weniger passiert, aber diesmal erfährt man mehr über Verena. Ihre Ader für Verpflichtungen scheint größer zu sein, als ihre Angst. Der Hund (oder vielmehr die Hündin =) ) wird ihr gut tun.
Ich freue mich sehr auf das nächste Kapitel!
 
Sehr schönes Kapitel. :) Der Hund ist süß und scheint Verena auch zu helfen.
Ich bin gespannt, wer der Typ ist, der sie angesprochen hat. :)
 
Menno, irgendwie weiß ich bei dieser FS nie, was ich schreiben soll. Ich hab jetzt einige Minuten überlegt, aber mir fällt nichts ein. Hm... *grübel*
Also, ich finde es toll, dass Verena ihre "Welt" verlassen hat. Ging ja recht schnell, ihre Tierliebe und Verantwortung scheinen da wirklich größer zu sein als ihre Angst. *Hermine zustimm* Dass sie hinkt, wusste ich auch nicht mehr. Und das mit den Narben tut mir echt total leid für sie. Wahrscheinlich übertreibt sie ein wenig, ich denke nicht, dass die Leute sie alle abstoßend finden, aber das ist eine ganz typische Reaktion für sie und generell für Menschen mit Narben ö.ä. Leider ist es tatsächlich so, dass andere Menschen gucken, aus Neugier, Mitleid usw. Und anstatt nett zu lächeln (wie sie es bei jedem "normalen" Menschen auch tun), haben sie dann immer diesen merkwürdigen Gesichtsausdruck drauf. Von daher verstehe ich Verena voll und ganz.
Ich bin gespannt, wen sie jetzt im Park getroffen hat. Lukas vielleicht? Oder ihren Ex, Nicholas?

*knuddel*
 
ich denke immer genau das gleiche wie verena, wenn ich unterwegs bin, dabei habe ich keine narben im gesicht... ich habe auch immer das gefühl die leute zu irritieren und dadurch nervös und aggressiv zu machen.
die beklemmung die sie fühlt hast du hervorragend dargestellt, das kapitel liest sich hervorragend und leicht, trotz der beklemmenden und irgendwie auch schlicht traurigen darstellung.
ich bin total gespannt aufs nächste :)
 
@all: Mal wieder hat es ewig lang gedauert, bis ich endlich mal die Fortsetzung fertig gemacht habe, aber dafür ist sie auch etwas länger. Ich weiß noch nicht genau, wann dann die nächste Fortsetzung kommt, weil ich momentan in einer sehr faulen Phase stecke. Aber ich bemühe mich - wie immer ;)

@Innad: Ich denke auch, dass Bodo für Verena eine gute Therapie ist. Durch die Verantwortung, der sie sich nicht entziehen kann, wird sie ja dazu gezwungen, über ihren Schatten zu springen. Verena würde sich nicht um sich selbst kümmern, um jemand anders aber jederzeit.
Die Narben und das Hinken bringe ich auch gar nicht mehr so oft in die FS ein, deswegen ist es verständlich, wenn es irgendwie in Vergessenheit gerät. Und wie du schon sagst, die Narben gehören für mich auch einfach zu ihr. Eine Verena ohne die Narben ist keine Verena *g*
Wer der Unbekannte ist, kannst du ja gleich nachlesen ;)

@Engelstraum: Schön, dass es dir gefallen hat :) Bodo hat der Spaziergang sicherlich gefallen *g* Sie hat ja auch keine Angst vor der großen, bösen Außenwelt :lol:. Im neuen Kapitel kommt jetzt auch endlich die Auflösung, wer der Unbekannte mit der vertrauten Stimme ist ;)

@Crystal.Peak: Das freut mich aber, dass gerade die Bilder dir gefallen haben. Mit denen war ich nämlich eher unzufrieden, was aber an diesem doofen Stadtpark liegt. Irgendwie wirkte alles so leer... Aber gut, solange es euch gefällt, will ich mich ja gar nicht beschweren ;)
Normalerweise bin ich ja niemand, der übermäßig viele Cliffhanger benutzt, aber hier musste das einfach mal sein *g*

@nachtstern: Ich glaube auch, dass Verena dringend jemand zum Reden bräuchte. Und zwar jemanden, der ihr ein Freund sein kann. Mit ihrer Psychologin geht das ja nicht auf so eine Ebene. Ich denke, dass Verena vor allem ziemlich einsam ist und das spielt dann in viele ihrer Verhaltensweisen noch mit rein und macht sie nur noch komplizierter.
Für ihrer Narben müsste sie sich wirklich nicht schämen. Aber wir kennen ja Verena *g* Sie ist ja schon ohne Narben extrem schüchtern gewesen. Ich glaube auch nicht, dass die Leute wirklich so starren, wie sie glaubt. Da spielt ganz viel Unsicherheit mit rein.
Es freut mich sehr, dass dir die Fotos gefallen haben. Das mit dem Hinken musste ich irgendwie auch nochmal einbauen (mache ich nämlich viel zu selten), damit es nicht in Vergessenheit gerät *g*

@Rosegirl: Du Arme! Jetzt warst du so gespannt und die Fortsetzung kommt erst jetzt *schäm*. Ich hoffe aber mal, dass du jetzt nicht die ganze Zeit einen superhohen Adrenalinspiegel vor Spannung hattest *gg*
Verena hat da wirklich was geleistet. Für uns ist das echt nicht so nachvollziehbar, aber für sie war das ein Riesending. Wenn man mal überlegt, dass sie seit über einem Jahr kaum draußen war...
Ob du mit deiner Vermutung, es könnte sich bei dem Mann um Lukas handeln, Recht hast, wirst du ja gleich lesen. Viel Spaß :D

@Miez: *lol* Jetzt musste ich echt lachen :lol: Keine Sorge, der Hund kam wirklich erst im letzten Kapitel dazu ^^
Die Narben sind wirklich nicht schlimm. Ich glaube, Verena bildet sich da durch ihre Unsicherheit viel ein. Ich glaube auch nicht, dass die Menschen die Narben als ekelhaft empfinden. Das ist nur ihre subjektive Wahrnehmung...
Wer der geheimnisvolle Mann ist, kannst du ja gleich lesen. Wobei du schonmal insofern Recht hast, dass es natürlich nicht Robin ist.
Zu deinem Edit: Es freut mich riesig, wenn die Komik, die ich mir beim Schreiben so vorstelle, etwas rüberkommt. Darin bin ich nämlich eher schlecht *gg* Zumindest glaube ich das ;) Und Robin ist wirklich ein ganz Lieber. Er hat halt nur zu viele Frauen und keine Lust auf feste Bindungen. Aber im Grunde war er ja auch schon von Anfang an sehr um Verena bemüht. Auch schon in den allerersten Kapiteln bei der Verlobungsfeier. Vermutlich spielt er nur gerne den harten Macho *g*

@Hermine_Love: Die Verpflichtung wird ihr auf jeden Fall helfen. Sie ist wirklich ein Mensch, dem es hilft, wenn er zu etwas gezwungen wird. Hoffen wir mal, dass dieser Trend anhält und ihre Angst nicht doch noch triumphiert.

@~Fabella~: Freut mich sehr, dass es dir gefallen hat. Ich finde Bodo auch sehr süß. Leider weiß ich ums Verrecken nicht mehr, wo ich sie heruntergeladen habe. Und den ominösen Typen wirst du ja gleich sehen ;)

@Chaotin: *g* Ist ja nicht schlimm, wenn du nicht weißt, was du schreiben sollst. Heißt ja immerhin auch, dass du nichts Großes zu meckern findest ;)
Irgendwie kennst du Verena sehr gut, das fällt mir immer wieder auf. Gerade mit den Narben übertreibt sie wirklich. Ich meine, klar schauen die Leute, aber kaum einer würde sich wohl denken, dass sie ekelhaft oder abstoßend damit aussieht. Die Menschen sind halt neugierig. *reknuddel*

@Zahlencödchen: Mir geht es manchmal auch so. Gerade wenn ich durch eine Menschenmenge gehe, die aus lauter Modepüppchen besteht, fühle ich mich automatisch unwohl. Wenn dann einer lacht, beziehe ich das gleich auf mich, das ist echt schlimm. Da müssen wir wohl noch dran arbeiten (du, Verena und ich *gg*).
Es freut mich total, dass dir das Kapitel gefallen hat :)

Kapitel XVII

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"Nicholas?", fragte Verena überflüssigerweise, denn der blonde Lockenschopf war unverkennbar. Eine unangenehme Pause entstand, während der sie ihn nur ungläubig anstarren konnte, doch dann ergriff er das Wort.
"Ich hab dich ja lange nicht mehr gesehen. Was machst du denn hier? Ist das dein Hund?"
"Ja", griff sie dankbar das Thema auf und sah zu, wie Nicholas sich neben Bodo kniete und sie hinter den Ohren kraulte.
"Die ist ja niedlich."
"Ja", bestätigte sie und hätte sich ohrfeigen können. Wie oft hatte sie sich vorgestellt, Nicholas wieder zu sehen und ihm dann eine Predigt zu halten, dass er nicht mehr wusste, wo vorne und hinten war. Sie hatte sich ausgemalt, wie zerknirscht und am Boden zerstört er sein würde, und dass er angesichts ihrer intelligenten Worte begreifen würde, was für eine wahnsinnig tolle Frau er da gehen gelassen hatte. Und alles, was sie jetzt hervorbringen konnte, waren drei Worte?
"Sie heißt Bodo", beeilte sie sich hinzuzufügen und biss sich ärgerlich auf die Lippe. Das war doch auch nicht viel besser!

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Mit einem dunklen, kehligen Lachen stand Nicholas auf. Es war das Lachen, das sie so sehr geliebt hatte. Eine seiner Locken fiel ihm in die Stirn und er schob sie mit einer beiläufigen Bewegung fort. Wie gebannt starrte Verena auf seine Hände. Obwohl sie in dicke Handschuhe eingepackt waren, wusste sie noch genau, wie sie aussahen. Wunderschöne, weiche Hände, mit schlanken Fingern. Sie erinnerte sich noch genau, wie es sich anfühlte, von diesen Händen berührt und gestreichelt zu werden, von seinen Armen gehalten zu werden. Und leider wusste sich auch noch genau, wie diese Hände auf Tabeas Haut ausgesehen hatten. Es war die typische Szene gewesen, wie man sie aus Filmen kannte. Aber die Realität war um so vieles schlimmer gewesen. Überraschend hatte Verena früher frei bekommen und voller Vorfreude für ein schönes Abendessen eingekauft. Sie war nach Hause gefahren und hatte die Tür aufgeschlossen. Und schon im Flur hatte sie die Beiden gehört. Das Bild von Tabea, die auf Nicholas lag und ihn heftig küsste, hatte sich so tief in ihr Herz eingebrannt, dass es sie lange in ihre Träume verfolgt hatte. Und dann Tabeas Grinsen. Ein fieses, gehässiges Grinsen, das ihr sagte: "Siehst du, ich habe am Ende doch noch bekommen, was ich wollte."

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Ernüchtert sah Verena Nicholas an, der mit diesem unwiderstehlichen Lausbubengrinsen vor ihr stand. Er war ihre große Liebe gewesen. Und in diesem Augenblick wusste sie, dass da auch noch viel Gefühl in ihr lauerte, tief verschlossen in einer Ecke ihres Herzens, an der sie lieber nicht rührte. Aber im Gegensatz zu früher waren es nicht nur gute Gefühle.
"Bodo?", sagte er jetzt und riss sie aus ihren düsteren Gedanken, "Das ist aber ein komischer Name für eine Hündin."
Fassungslos starrte Verena ihn an. War er früher auch schon so unhöflich gewesen? Wäre Bodo wirklich ihr Hund gewesen, hätte es sie vielleicht nicht gestört, aber wie konnte er es wagen, Robin damit zu beleidigen? Robin, der viel mehr für sie getan hatte als Nicholas, obwohl sie mit ihm doch eigentlich weniger zu tun hatte. Wo war Nicholas eigentlich in diesem ganzen, verdammten Jahr gewesen? Wo war er gewesen, als sie seine Hilfe gebraucht hätte? Plötzlich war sie verdammt wütend.

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"Ach ja, findest du?", fragte sie mit eiskalter Stimme und sah befriedigt, wie sein Gesichtsausdruck unsicher wurde und das dümmliche Grinsen langsam erlosch.
"Zufällig ist Bodo die altwestgothische Göttin für Schönheit und Fruchtbarkeit", erklärte sie altklug und hoffte, dass es so ein Volk nicht wirklich gab.
"Altwest-was?", fragte Nicholas und sah sich unauffällig nach allen Seiten um. Vermutlich dachte er, sie hätte den Verstand verloren.
"Die altwestgothische Göttin für Schönheit und Fruchtbarkeit", wiederholte sie geduldig und fügte mit einem bezeichnenden Blick auf seine Hose hinzu: "Ein lustiger Zufall übrigens. Der Gegenspieler Bodos heißt nämlich Nicholasius und wurde immer als impotenter Mann dargestellt."
Nicholas lachte unsicher und Verena freute sich innerlich diebisch, dass es ihr zum ersten Mal in ihrem Leben gelungen war, schlagfertig zu sein. Ob das daran lag, dass sie Robin hatte verteidigen wollen?
"Ist das so?", sagte er jetzt und kratzte sich am Kopf, "Das ist… ja… wirklich faszinierend, doch."
"Nicht wahr?", bestätigte Verena süßlich und legte dann den Kopf schief.

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"Wie geht es eigentlich Tabea?", erkundigte sie sich betont harmlos und Nicholas' Verlegenheit schien noch zuzunehmen.
"Ach, ha ha. Lustig, dass du nach ihr fragst. Ich… äh, nun ja, ich habe herausgefunden, dass sie mich betrügt, weißt du? Ich war ihr wohl nicht genug, jedenfalls hat sie so was in der Art gesagt. Aber wir sind noch zusammen. Wir versuchen, noch mal neu anzufangen. Es klappt nur nicht so gut."
Sein Gesicht nahm einen traurigen Gesichtsausdruck an und Verena wurde wieder weich. Offensichtlich liebte er Tabea. Es beruhigte sie irgendwie, dass er nicht nur aus Lust heraus gehandelt hatte, als er sie betrog. Wenn Gefühle im Spiel gewesen waren, konnte es immerhin nicht nur an seiner mangelnden Selbstdisziplin gelegen haben, dass ihre Beziehung in die Brüche gegangen war.
"Das tut mir leid", sagte sie aufrichtig und eine Weile schauten sie Beide Bodo zu, die sich genüsslich etwas Schnee schmecken ließ.
"Ich hab das von deiner Schwester gehört", sagte Nicholas plötzlich, "tut mir echt leid. Ich weiß, dass du sie sehr geliebt hast. Gehen wir ein Stück?"

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Verena nickte, unfähig etwas zu erwidern. Die Wut kochte wieder in ihr hoch und es ärgerte sie, dass er so ein Wechselbad der Gefühle in ihr auslöste. Er hatte also gewusst, was passiert war und trotzdem nicht reagiert. Selbst Tabea hatte noch ein- oder zweimal angerufen und sich zumindest aus Höflichkeit nach ihr erkundigt. Und dabei war er es doch gewesen, der damals, als sie ihn erwischt hatte, panisch Tabea von sich gestoßen, grotesk hüpfend versucht hatte, in seine Unterhose zu schlüpfen und schließlich halb bekleidet "Aber lass uns doch Freunde bleiben" gerufen hatte. Einfach lachhaft.
Nicholas machte sehr große Schritte und schien ihren Blick vermeiden zu wollen. Der Abstand zwischen ihnen wurde immer größer, denn während er lange Beine hatte, war Verena zudem auch noch durch ihr Bein behindert.
"Nico, warte!", rief sie schließlich und er drehte sich zu ihr um.
"Tut mir leid", sagte er und war mit zwei Schritten wieder bei ihr. Sie keuchte und versuchte mit vorgebeugtem Oberkörper wieder zu Atem zu kommen, während er sich durch seine Haare fuhr und mit einem gequälten Gesichtsausdruck auf sie herabsah.
"Es tut mir leid", wiederholte er schließlich, "Ich wollte auch anrufen, aber du weißt ja, wie das ist."

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"Ach ja, weiß ich das?", fragte Verena spöttisch und richtete sich auf. Sie sah, dass sein Blick immer wieder zu ihren Narben glitt und ihre Augen verengten sich vor Wut.
"Ich wusste nicht, dass du verletzt bist", stammelte er schließlich und grinste verlegen.
"Nein, das konntest du auch nicht", schrie sie und ihr Zorn brach sich Bahn, "dich hat es ja schließlich nicht interessiert, wie es mir geht. Du warst vermutlich zu beschäftigt damit, Tabea zu beglücken, als dass du Zeit gehabt hättest, dich bei deiner Exfreundin zu melden. Wo ist eigentlich der Mann geblieben, der jeden Tag eine gelbe Rose gekauft hat, nur um mich auf sich aufmerksam zu machen? Ich erkenne dich nicht mehr wieder. Du bist so egozentrisch geworden. Sobald ich nicht mehr in dein schönes Weltbild gepasst habe mit meinen Narben und meinem kaputten Bein habe ich dich doch nicht mehr interessiert! Du widerst mich an!"
Ihre Stimme überschlug sich und sie spürte, wie ihr die Zornestränen in die Augen stiegen. Hastig drehte sie sich herum und blinzelte heftig. Sie würde nicht vor ihm weinen, auf keinen Fall.
"Jetzt werd' nicht unfair", zischte er leise und sah sich nach allen Seiten um, ob auch niemand zuhörte.

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"Von deiner Verletzung wusste ich doch gar nichts. Und ich hab mich doch entschuldigt, was willst du eigentlich noch?"
Empört sah Verena ihn an.
"Was ich will?", fragte sie bebend und die Tränen wallten nun doch wieder in ihr auf, "Was ich wollte, war ein kleines bisschen Menschlichkeit von dir! Jemand, der mich tröstet und mir ein bisschen Hoffnung gibt, nachdem ich den einzigen Menschen verloren habe, der mir noch auf dieser Welt geblieben war. Aber ich sehe jetzt, dass das vermutlich zu viel von dir verlangt war, du narzisstischer Egoist!"
Sie ballte die Hände zu Fäusten und sah schwer atmend auf den Boden. Der Hals tat ihr vom Schreien weh und die eiskalte Luft stach wie Nadeln in ihren Lungen.
"Ja", erwiderte Nicholas trotzig, "Das war zu viel verlangt damals. Verdammt, für mich war das alles auch nicht leicht. Ich wusste nicht, wie ich dir gegenübertreten soll. Du hast doch kaum noch mit mir geredet seit der Sache mit Tabea, woher sollte ich da wissen, dass du ausgerechnet mich sehen willst? Ich hatte ein schlechtes Gewissen, okay? Und je mehr Zeit vergangen ist, desto weniger wusste ich, wie ich mich bei dir melden soll oder wie ich mich verhalten soll. Aber glaub doch, was du willst. Du machst es dir verdammt einfach, wenn du jetzt mir allein den schwarzen Peter zuschiebst."

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Er sah ihr ernst in die Augen und wandte dann seinen Blick dem kleinen See zu, der vollständig zugefroren war. Verena war wie betäubt. Es stimmte, sie hatte versucht, ihm allein alle Schuld zuzuweisen. Vielleicht war das auch nicht fair.
"Ja, okay. Sorry", sagte sie leise und Nicholas nickte. Dann lächelte er.
"Schon gut. Wie gesagt, mir tut es auch leid. Wollen wir den Mist einfach vergessen und noch mal von neuem starten? Ist deine Telefonnummer noch die Alte?"
"Ja, ist sie", antwortete Verena ausweichend. Sie wusste nicht, ob sie alles vergessen konnte und noch nicht einmal, ob sie wieder eine Freundschaft zu ihm aufbauen wollte. Trotzdem ließ sie es zu, dass er sie in den Arm nahm.
"Ich ruf dich dann demnächst mal an, Kleines. Dann können wir was unternehmen, ja?", sagte er und ging mit schnellen Schritten davon.
Bitterkeit überkam sie. Er wusste nichts über sie. Das eine Jahr schien zu einer unüberwindbaren Hürde zwischen ihnen geworden zu sein. Eine einsame Träne rollte ihr über die Wange, während sie ihm nachsah, und sie fragte sich schwach, warum das immer noch so wehtat. Schnell wischte sie sie weg und bemerkte dann erschrocken, dass etwas fehlte. Panisch drehte sie sich um.

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"Bodo?", rief sie und atmete erleichtert auf, als sie den Hund in einiger Entfernung auf dem Boden sitzen sah. Er war nicht allein. Neben der Hündin hockte Robin und sah sie ernsthaft an. Verena humpelte langsam auf die Beiden zu und Robin erhob sich.
"Hast du es gehört?", fragte sie und sah beschämt zur Seite. Robin schüttelte den Kopf und lächelte. Nicht sein übliches Playboy-Grinsen, sondern ein nettes, ehrliches Lächeln.
"Nein, hab ich nicht. Ich hab mich mit Bodo verkrümelt, als du zu Schreien angefangen hast. Ich weiß nicht, was los war, aber ich glaube, dass da eine Menge aufgestaute Gefühle waren, die dringend mal raus mussten."
Ungläubig starrte sie ihn an.
"Also hast du doch gelauscht", schlussfolgerte sie und jetzt grinste er breit.
"Ne, hab ich nicht, hab ich dir doch gesagt. Aber ich hab Augen im Kopf. Wer war das?"
"Mein Exfreund", erwiderte sie knapp und er nickte nur. Sie war dankbar, dass er keine weiteren Fragen stellte.
"Woher wusstest du, dass ihr hier bin?", fragte sie schließlich.
"Ich hab mir gedacht, dass du dich nicht allzu weit von deiner Wohnung entfernst. Also hab ich mein Glück im Park versucht, als du deine Tür nicht geöffnet hast."
"Ach so."

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Sie verstummten und als hätten sie ein Signal bekommen, gingen sie gleichzeitig den Weg weiter entlang. Bodo trottete neben ihnen her. Jeder, der sie betrachtet hätte, hätte sie für zwei Freunde gehalten, die einträchtig einen sonntäglichen Spaziergang machten. Aber Verena war immer noch aufgewühlt. Sie wusste, dass sie eine Weile brauchen würde, um die ganzen Eindrücke und Emotionen zu verarbeiten. Diese Art von Streit hätte sie auch ohne ihre Trauer schon übermäßig belastet. Jetzt wusste sie kaum, wie sie damit umgehen sollte. Die Gedanken wirbelten in ihrem Kopf umher wie die Partikel in einer Schneekugel. Plötzlich stellte Robin sich vor sie und sie sah ihn erstaunt an. Er lächelte ihr zu und umklammerte ihre kalten Finger dann mit seiner warmen Hand.
Verwirrt versuchte sie, ihm ihre Hand zu entziehen, aber Robin hielt sie nur umso fester.
"Weißt du, manchmal ist es okay, wenn man sich einfach mal wärmen lässt. Du musst nicht immer stark sein und alles alleine machen. Und immerhin ist dir so nicht mehr kalt, oder?"
Sie nickte beschämt und ließ ihm ihre Hand.

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"Sag mal, weißt du, was passiert, wenn der Schnee schmilzt?", fragte Robin plötzlich und kicherte.
"Er wird zu Wasser."
"Haha, falsch! – Es wird Frühling."
Er zwinkerte ihr zu und sie musste gegen ihren Willen grinsen.
"So philosophisch, wie ungewohnt", murmelte sie. Lachend erwiderte Robin: "Ich muss gestehen, dass das nicht von mir stammt. Aber es stimmt irgendwie, oder? Egal wie kalt der Winter ist, es wird immer Frühling werden. Na ja, es sei denn, wir haben eine Eiszeit oder so."
Verwirrt legte er den Kopf schief und ein amüsiertes Lächeln spielte um Verenas Lippen. Und sie gingen weiter, während die Sonne langsam, aber stetig die Eiszapfen von den Bäumen schmolz.

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Ich hoffe, es hat euch gefallen :D

*EDIT: Arwen_1986, Crystal. Peak, Litttle Cat, *Crystal*: Ich konnte euch leider nicht benachrichtigen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Robin ist so süß. :D Jetzt haben wir also Verenas Ex-Freund kennengelernt Wie gehts denn eigentlich Verenas Kindern, hm? ^^
Deine Story ist so toll, mach bitte ganz schnell weiter!! ^^
 
Huhu^^!!
Toll das es wieder weiter geht,Schöne Forsetzung! :up:

Jetzt weiß ich wer der >mit der vertauten Simme< ist - ihr Exfreund!

[Nebenbei: Darf ich mal zugeben das ich Verenas Geschmack was Männer angeht nicht teile? Wenn sie mit Robin zusammen wäre nehme ich das wieder zurück aber dieser Nicholas - *zwinker* - also mein Fall wärs nicht, aber jedem seine Sache :P]
...
Ich find es echt süß von Robin dass er sich so gut um Verena kümmert.
Schade das sie so traurig ist wegen diesem Nicolas =(
Bin echt gespannt was noch so unerwartetes passiert..


LG,
Engelstraum..
:lalala:.
 
halloo :hallo:
jetzt hab ich nach langer zeit wieder mal deine story entdeckt, und ich bin wieder mal begeistert!
nicht nur weil robin sich ungewohnt nett um meine namensvetterin kümmert, sondern auch weil ich mich an den bildern gar nicht sattsehen kann, denn ich liebe winterbilder (komisch, ich weiß... ich ähnel deiner verena doch mehr als ich zuerst gedacht habe!!)
ich hoffe, dass es ganz schnell eine Fortsetzung gibt!!
lg verena
 
Schön, dass es eine FS gibt!

Wow, dass Verena so "abgehen" kann, hätte ich gar nicht gedacht. Ihr Leben beginnt sich langsam wieder mit Farbe und Emotion zu füllen. Was ich von Nicholas halten soll, weiß ich nicht. klar, dass er betrogen hat, ist auf jeden Fall zu verurteilen. Aber das Verhalten im vergangenen Jahr... ich kann Verena voll verstehen, und irgendwie hat sie auch recht. Aber ich verstehe auch Nicholas. Ich glaube ihm zwar nicht so recht, dass er nichts von ihren Verletzungen wusste. Nichts genaues, ja, aber dass ihr was geschehen ist auf jeden Fall. DAs gebietet ja auch allein schon der Menschenverstand. Wenn jemand in einem Auto gesessen hat, dessen Fahrerin der Unfall das Leben kostete, kann man in aller Regel doch davon ausgehen, dass derjenige oder diejenige nicht nur einen abgebrochenen Fingernagel davon getragen hat...

Das bedeutet, wenn echtes Interesse da ist, kann man sich zumindest erkundigen.

Ich verstehe aber durchaus, dass er das nicht hat. Die Situation zwischen beiden war doch eh schon unangenehm. Und auch wenn sie das nicht gewesen wäre, ist es unheimlich schwer, mit "solchen" Menschen dann umzugehen. Man weiß nie, was man sagen, was man tun, wie man sich verhalten soll.

Vielleicht ist das ein Vorteil, den Robin hat - seine Unbekümmertheit und dass er in Verenas Ansehen eh schon so "mies" dagestanden hatte, dass es eigentlich kaum noch schlimmer werden konnte. Vor allem aber hegte sie nie Erwartungen an ihn, somit konnte er auch zumindest anfangs keine enttäuschen (jetzt sähe das wieder anders aus).

Aber bei Nicholas ist das anders. Ich habe es selbst schon auf beiden Seiten erlebt, wie es ist, mit Trauerenden umzugehen. Ob man nun selbst trauert oder jemand anders. Es ist so wahnsinnig schwer. Gerade wenn der andere trauert - man weiß nie, wie man sich verhält. Es scheint alles linkisch und falsch.

Da ist es irgendwie menschlich, dieser unangenehmen Sache aus dem Weg zu gehen. Erst recht noch, wenn diese Affäre und die unschöne Beendigung der Beziehung auch noch zwischen ihnen steht. Und die Zuneigung füreinander nicht allzu groß ist.

Abgesehen davon glaube ich, dass es für Verena gar nicht so gut gewesen wäre, hätte Nicholas sich viel früher bei ihr gemeldet als zu diesem Zeitpunkt, da sie ihn zufällig traf. Denn erst durch Robin und seine sehr speziellen, aber erfolgreichen Therapieversuche, ist sie doch in der Lage, wieder ein bißchen zu fühlen, ein bißchen Emotion zuzulassen und sich nicht mehr total zu verkriechen.

Was wäre gewesen, wenn Nicholas vor Monaten aufgetaucht wäre? Ich bin mir sicher, dass diese zusätzliche Ladung an Emotionen sie total in die Knie gezwungen hätte. Somit war es so wohl besser.

Robin... tja, zu dem fällt mir langsam nix mehr ein, außer dass ich dem Braten auf Dauer nicht traue. Der nächste Schnitzer kann nicht mehr allzu lang entfernt sein, da bin ich mir ziemlich sicher ;)

Aber ich find es echt schön, wie er sich bemüht. Und es ist erstauntlich zu sehen, wie beide sich durch- und miteinander entwickeln...

Das Ende des Kapitels hat mir übigens am besten gefallen. Die Metapher mit dem Frühling hast Du toll eingebaut, und der sich darauf beziehende Schlußsatz hat fast etwas poetisches und rundet das ganze wunderbar und für mich sehr sehr stimmig ab.
 
Aha, dann hatte ich mit meiner Vermutung recht :D

Also dieser Typ ist mir ja mehr als unsymphatisch! Er hat sie betrogen und jammert jetzt Verena vor, das er selbst betrogen wird?! Sagmal spinnt der?! Und natürlich wieder diese Floskeln von wegen "Mein herzliches Beleid...", der hat doch sowieso kein Herz!!

Ok, durchatmen :lol:
Ich fand es richtig stark von Verena, dass sie ihm die kalte Schulter gezeigt hat und auch richtig taff war! Manche trauern ja ihren zerbrochenen Lieben hinterher und wenn dann der Mann vor einem steht leidet man unter Schock und bekommt kein Wort raus.
Das mit der altwestgothischen Göttin fand ich richtig witzig :lol: Ehrlich gesagt habe ich das Verena garnicht zugetraut ;)
Das mit dem "Neuanfang"... Ich bin da eher skeptisch. Sowas ist nicht leicht, vorallem wenn der Konflikt noch so stark zwischen den Beiden steht und da kommt er auch noch mit "Kleines"?! Von wegen! Verena ist schon stark nur so richtig vertrauen kann sie sich nicht...
Der Wutausbruch von ihr, zeigt wohl, dass sie die Sache nicht richtig an sich heran gelassen hat. Dieser Typ hat sich ja auch nicht blicken lassen und wo soll sie dann ihre angestaute Wut raus lassen?
Ich hoffe, dass wenn sie sich treffen, Verena sich nicht auf ihn einlässt und zuviel passieren lässt... Ich mein, wenn man über alte Beziehungen spricht, kommen schon so manche Gefühle hoch.

Das Robin erschienen ist hat Verena wohl wieder herunter gebracht. Mittlerweile spreche ich ihm schon mehr Feingefühl zu, als am Anfang! Und man merkt, dass sich die Beiden mittlerweile gut kennen, immerhin konnte er einschätzen wie weit sie sich von der Wohnung entfernt!
Als er ihre Hand genommen hat und zu ihr gesagt hat, dass sie nicht stark sein muss, wenn sie es nicht kann, fand ich toll von ihm udn zeigt, dass er eine ehrliche Person ist. Verena mag vielleicht noch etwas misstrauisch sein, aber sie wird merken, dass sie ihm doch mehr vertrauen kann, als angenommen!
Und das mit dem Schnee schmelzen fand ich so süß!:)

Bei der FS bin ich auch fast dahingeschmolzen :lol:=)
Toll wars wieder :)

lg sterni
 
Fortesetzung! Juhu! :lol:
Du hast recht ich musste ziemlich lange mit dieser Spannung leben,aber wie du siehst gestorben bin ich nicht ;) Trotzdem musst du dich nächstes mal mehr beeilen :P Ne scherz, im Enst zwing dich zu nichts und mach einfach dann wann du willst. Ist ja klar das du nicht nur Sims spielst und das es nicht das wichtigste ist in deinem Leben uns täglich Fortsetzungen zu liefern ;) Wir richten uns da ganz nach dir.
Was ärgerlich ist, ist das dass ich doch kein Recht hatte mit Lukas. Und ich war mir so sicher! Na ja ich konnte es ja nicht wissen ;)
Dieser Typ ist ja komisch drauf... keine Ahnung aber ganz traue ich ihm nicht. Dafür mag ich Robin umso mehr. Man hat jetzt so richtig gemerkt wer besser zu ihr passt, dieser Ex oder Robin und ich muss sagen auf jeden Fall Robin. Er ist tollig ;) Mein Lieblings männlicher Charakter aller deine FS. Aber das habe ich ja schon oft genug wiederholt ;)
 
Huchala, so kenn ich Verena ja gar nicht. :D Ihr Gefühlsausbruch kam jetzt ein bisschen plötzlich für mich, aber auf jeden Fall verständlich, denn Nicholas ist ja sozusagen ein alter Vetrauter und da neigt man schon mal eher zu Emotionalitäten oder kann aus sich herausgehen. Ich kenn das...
Ich persönlich kann Nicholas jetzt keine Vorwürfe machen. Er hat Verena betrogen, das ist natürlich nicht schön (oder besser gesagt: shit), aber es passiert und ist ja nun auch schon eine Weile her. Ich stecke nicht in der Situation drin und ich kenne zu wenig von Verenas und Nicholas' Beziehung, um ihn deswegen in irgendeiner Weise verurteilen zu können (wobei mir das eh nicht zusteht und ich vorsichtig geworden bin mit sowas). Als Außenstehender ist es immer leicht zu sagen: oh, er hat sie betrogen, der Böse, er ist schuld, pfui, wie konnte er nur etc... :rolleyes: Oft steckt aber viel mehr dahinter und ich schätze Nicholas jetzt nicht als einen Hallodri ein, der alles jagt, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist. Mit solch einem Typen wäre Verena bestimmt nie zusammen gewesen. ;) Und ich kann mir gut vorstellen, dass es auch nicht gerade einfach ist, mit ihr eine Beziehung zu führen. Soviel mal dazu.
Dass er sich nicht gemeldet hat, ist auf jeden Fall auch shit, aber hm... Irgendwie verstehe ich ihn hier auch. Menschen sind halt gern feige und bequem und ziehen sich gern zurück, wenn es schwierig wird. Ich will mich da nicht ausschließen. Auf jeden Fall eine verfahrene, komplizierte Situation, an der mit Sicherheit beide, Nicholas UND Verena, ihre Teilschuld haben. Von daher waren dieses zufällige Treffen und der kleine Krach vielleicht gar nicht so schlecht. Einfach zur Reinigung. Obwohl ich nicht glaube, dass die beiden mal eben so locker eine Freundschaft aufbauen können, das funktioniert ja in den wenigsten Fällen zwischen Expartnern, aber unter ihrer Konstellation erscheint es mir beinah unmöglich. Das zeigt ja eigentlich auch schon der Schlussteil.
Ja, ansonsten bleibt mir eigentlich nicht viel zu sagen. Tolles Kapitel. :hallo:
 
Schön das man jetzt eine andere Facette an ihr sieht, wie stark sie sein kann! *stolz ist auf Verena*
Ist ja nicht gerade traumhaft, wenn man nach langer Zeit mal wieder rausgeht und dann ausgerechnet den Ex trifft. Aber sie hat es sehr gut gemeistert finde ich.
Auf jeden Fall hat aber Robin ein sehr gutes Timing gehabt und seine Rücksichtsvolle Art die er an den Tag legen kann erstaunt mich immernoch wieder aufs neue :)
...freu mich schon wenn es weitergeht!=)
 
Juhuuu, du hast weiter geschrieben !!! :)
Erst mal sorry das ich schon solange kein kommi mehr dagelassen ahbe aber mir gings nicht so besonders... Jetzt aber schon^^

Ich finde die Kapitel hast du einfach super hinbekomen, vor allem das es Verena jetzt endlich besser geht. Das Robin ihr den Hund "schenkt" ist echt eine super Idee gewesen, besonders lustig fand ich die Stelle als er ihr sagt wie er "angeblich" ja heißt, udn sie direkt gesehen hast das sie eine Hündin ist *g*
Hast du suuuuuuper hinbekommen, aber von Nicholas ist das echt dreist. Vor allem das er ihr irgendwie noch Vorwürfe macht....
Ich bin voll gespannt wie es weiter geht, also schreib büdde schnell weiter
LG Manderinchen :hallo:
 
Superschöne Fortsetzung. ICh finde es wirklich beachtlich, dass Robin es nicht nur geschafft hat sie aus der Wohnung zu bekommen, er hat wohl auch ihre panische Angst vor Schnee wegpusten können. Normalerweise bekam sie ja schon Panikattacken, wenn sie den Schnee nur aus aus dem fenster gesehen hatte, aber jetzt geht sie sogar raus. Bin ebenfalls total gespannt. Die Stelle mit Robins und Verenas Hand war so ...*hach*

LG;Alexisgirl
 
Hi,
danke für die Benachrichtigung und es tut mir ehrlich Leid, dass ich nicht immer schreiben kann, aber ich lese es ganz sicher! ;)
Ich find' die Fortsetzung echt wieder super. Es ist schön, etwas über Verenas früheres Leben zu erfahren und zu sehen, wie sehr sie sich im Ganzen durch den Unfall verändert hat.
Auch Robins Reaktion ist sehr schön, er ist ja richtig einfühlsam geworden und ich finde, dass man jetzt schon merkt, dass auch er sich durch den intensiveren Kontakt mit Verena verändert hat.
Die Entwicklung der Story gefällt mir wirklich sehr gut und ich freu mich schon auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße :)
 
Kuona ich bin hier, hab noch nicht alles nachgelesen, werde es aber nachholen und würde gerne weiterbenachrichtigt werden...

LG Jen Die alte Arwen ;)
 
Jetzt hab ich endlich mal weitergelesen. Wo ich die Story doch so liebe :)

Robin ist einfach ur-schnuckelig. Diesen Nicholas hingegen mag ich gar nicht. Hoffentlich lässt Verena sich nicht erweichen und er wird zum Gegenspieler für Robin. Süß fand ich, dass sie Bodos Namen bzw. Robin verteidigt hat. Da merkt man doch, dass ihr viel an ihm liegt. Und schön, dass sie erkannt hat, wie viel Robin für sie tut! :scream:

"Zufällig ist Bodo die altwestgothische Göttin für Schönheit und Fruchtbarkeit", erklärte sie altklug und hoffte, dass es so ein Volk nicht wirklich gab.
"Altwest-was?", fragte Nicholas und sah sich unauffällig nach allen Seiten um. Vermutlich dachte er, sie hätte den Verstand verloren.
"Die altwestgothische Göttin für Schönheit und Fruchtbarkeit", wiederholte sie geduldig und fügte mit einem bezeichnenden Blick auf seine Hose hinzu: "Ein lustiger Zufall übrigens. Der Gegenspieler Bodos heißt nämlich Nicholasius und wurde immer als impotenter Mann dargestellt."

rofl x'D :lol::lol::lol:
Die hat ja ganz schöne Sprüche auf der Pfanne...meinen Respekt =)

Ich will endlich, dass die zwei zusammen kommen. Das ist ja gar nicht zum Aushalten. o___o

Bitte beglücke uns schnell mit der Fortsetzung. :hallo:

LG Miez
 
Hi,
erst mal sorry das ich so lange nicht gepostet habe *blumenstrauß reich*
aber die Fortsetzungen sind Prima *übegroßes Lob*
naja der ex-freund ist ja mal sehr charmant ;)
 
Hach, Mann, ich will Robin und Verena endlich zusammen sehen: ;) Und Nicholas mag ich nicht - auch, wie er aussieht. *lach*
Ich freu mich schon auf's nächste Kapitel! :)

Achja: Du konntest *Crystal* nicht benachrichtigen, weil es diese Userin nicht mehr gibt. Denn *Crystal* heißt ab jetzt ~Fabella~.:lol: Tut mir Leid, dass ich dir nicht Bescheid gegeben habe.
 
Ich mag diese FS so sehr und bin so traurig, dass es nicht weiter geht. Hab ich was nicht mitgekriegt und du hast sie abgebrochen? Ich will dich auf keinen Fall hetzen, sorry wenn das so rüberkommt. Ich schaue nur dauernd hier rein und hoffe und hoffe ;) Es wäre echt jammerschade, sie abzubrechen.
 
Oh nein, oh nein, oh nein...

Ich bin krank, hab Fieber und alles, als es mir vorhin wieder etwas besser ging, bin ich an den Pc gegangen und bin zufällig über deine Story gestolpert und bin bis jetzt daran hängen geblieben und jetzt solls nicht mehr weitergehen??? Ich hab mich richtig geqäult, weil ich unbedingt wissen wollte wies weitergeht...

Tu mir das nicht an!

Nein also jetzt mal ehrlich, wär wirklich verdammt traurig wenns das jetzt wär...
 

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